Meine Vietnam Highlights

Aussicht von der Ti Top Insel

Vor einigen Jahren habe ich mal für eine Weile  als Tourguide in Vietnam gearbeitet und konnte so alle Vietnam Sehenswürdigkeiten entdecken. Das Land ist definitiv einen Besuch wert und so habe ich nun mal alles an Informationen von damals ausgegraben, damit Ihr auch etwas davon habt. Unsere Touren gingen damals jeweils 3 Wochen und das ist eine Zeitspanne, in der man einen Großteil der Vietnam Highlights besichtigen kann. Also los, buchen müsst Ihr leider dann doch selbst!

Vietnam Sehenswürdigkeiten: Saigon

Saigon ist ein guter Startpunkt für eine Tour und eine spannende Stadt. Zwar ist der Verkehr die Hölle, ich habe es mir trotzdem nicht nehmen lassen, durch Saigon zu joggen. Auch kann es viel Spaß machen, die Stadt mit dem Rad zu erkunden. Beispielsweise beim Tourist Office (110A NGuen Hue Avenue, District 1) lassen sich Fahrräder mieten. Mein Tipp: Diese immer gut abschliessen. Mir wurde mal eins geklaut und die Verhandlungen mit dem Vermieter machen dann keinen Spaß mehr…

Eine gute Route (die man alternativ auch bequemer mit einem Cyclo, also einer Fahrradrikscha, absolvieren kann): China Town, Binh Market, War Museum, Central Post.

Die Christliche Kirche in Saigon ist eine der Vietnam Sehenswürdigkeiten
Unerwartetes Bauwerk: Christliche Kirche in Saigon

Ebenfalls empfehlenswert: Nguyen Hue Street sowie die Dong Khoi Street. Hier findet sich das Continental Hotel, das man aus Graham Greens ‚Der stille Amerikaner‘ kennt. Und dann sind da natürlich noch das Rathaus, das Stadttheater, die Kathedrale, das Hauptpostamt sowie die ehemalige US-Botschaft.

Chinatown sollte man auf keinen Fall verpassen, hier besonders den Cholon mit Markt und Pagoden. Die für mich tollste Pagode Saigons war die Giac Lam Pagode (118 Lac Long Quan, Tan Binh District).

Zum Essen empfiehlt sich abends der Ben Than Market – viel vietnamesischer kann es kaum werden! Von einer Vielzahl an Ständen lässt sich hier ein ganz individuelles Menü zusammenstellen. Auch kann man hier schräge Sachen wie etwa gegrillte Frösche probieren…

Am zweiten Abend in Saigon kann man eine Bootsfahrt auf dem Saigon River unternehmen, diese lässt sich auch mit opulentem Essen buchen. Und danach dann in eine der zahlreichen Karaoke-Bars, wo man gemeinsam mit den Einheimischen Songs ins Mikro schmettern kann! Macht man seine Sache gut, so bekommt man sogar ein paar kleine Scheine zugesteckt.

In der Nähe Saigons: Cu Chi und Tay Ninh

Die Cu Chi Tunnel muss man besichtigen, auch wenn dort noch so viel Betrieb ist. Man bekommt dort einen wirklich guten Einblick in die Geschichte des Vietnam-Kriegs. Aber Vorsicht: Wer unter Platzangst leidet, sollte den nachgebauten Tunnel nicht betreten, auch wenn dieser tatsächlich eine ganze Ecke größer ist als die Originale!

Der Besuch in Cu Chi kann sich sehr zwiespältig anfühlen, da man zum Beispiel auch die Gelegenheit bekommt, verschiedene Waffen auszuprobieren, was ich persönlich sehr unadäquat fand. Doch alles in allem ist Cu Chi definitiv einen Besuch wert.

In Tay Ninh lohnt sich besonders ein Besuch des Tempels der Cao Dai Sekte. Hier sollte man möglichst zur Hauptzeremonie um 12 Uhr auftauchen. Wichtig: Besser lange Klamotten tragen, sonst macht man sich nicht viele Freunde.

Betende in der Gebetshalle des Cao Dai Tempel
Andacht im Cao Dai Tempel

Mekong-Delta: Ben Tre und Can Tho

Ich würde sagen, dass man sich diesen Abstecher nach Süden sparen sollte, wenn man insgesamt nicht viel Zeit für seine Vietnam-Reise hat, da alle anderen Ziele nördlich von Saigon liegen. Hat man die Zeit aber doch, ist das Delta ein spannender Ort!

Man sollte nach Ben Tre fahren, von wo aus man sich mit Ruderbooten durch den Dschungel des Deltas gondeln lassen kann.

Frau in einem Boot im Mekong-Delta
Im Mekong-Delta

Im Delta gibt es eine Menge Longan-Plantagen, die man besichtigen kann. Dort gibt es auch verschiedene Produkte aus der leckeren Frucht zu kaufen. Alternativ lässt sich auch eine Fabrik besichtigen, wo Süßigkeiten aus Kokosmilch hergestellt wird – nicht weniger lecker!

Ein Erlebnis der etwas anderen Art ist ein Ausflug zum verfallenen Tempel des Coconut Monk, mitten im Fluss gelegen. Dieser Ort hat wirklich etwas Verwunschenes an sich!

Über Südostasiens größte Brücke gelangt man schließlich nach Can Tho. Dort kann man sich die Khmer-Pagode anschauen. Direkt an der Ufer-Promenade gibt es gute Restaurants, außerdem sind die Essensstände um den Markt sehr lecker. Ebenfalls eine Empfehlung wert: Der Ong-Tempel der chinesischen Minderheit (gegenüber der Ho Chi Minh-Statue).

Auch von Can Tho aus starten interessante Bootstouren im Delta. Besonders der riesige schwimmende Markt ist absolut sehenswert.

Hier wäre nun auch eine gute Gelegenheit, Schlange essen zu gehen, falls man dieses exotische Gericht auf der Wunschliste hatte. Ein Restaurant, das zahlreiche Variationen der Reptilien anbietet: Quan Cay Dua, Tran Van Hoai Street.

Nha Trang

Auf dem doch eher langen Weg nach Nha Trang kann man unterwegs schon mal zum Schwimmen und für sehr gute Meeresfrüchte-Gerichte stoppen, etwa am hübschen kleinen Cana-Strand.

Auch stoppen sollte man bei den Po Klong Giarai – Chamtürmen.

Nha Trang selbst ist ein sehr beliebter Badeort, bei Touristen wie Vietnamesen. Ein bisschen zu touristisch und verbaut für mein Gefühl, aber doch mit einem riesigen Strand ausgestattet, an dem es sich toll joggen lässt. Auch hier lassen sich halb- oder ganztägige Bootstouren organisieren. Super sind hier vor allem Schnorcheltouren, die nicht selten in ein schreckliches Besäufnis an Bord ausarten! Die Besatzung ist oft gleichzeitig die Band, die für den Soundtrack dieses Erlebnisses sorgt…

Was sollte man in Nha Trang noch so sehen? Ich kann die Long Son Pagode mit einer riesigen weißen Buddhastatue empfehlen. Außerdem die Kathedrale und den Dam-Markt sowie die etwas entfernter liegenden Po Nagar-Türme am Nordeingang der Stadt, mein Favorit unter den Sehenswürdigkeiten Nha Trangs.

Betende Frau neben Räucherstäbchen an den Po Nagar-Türmen
Bei den Po Nagar-Türmen

Für ein etwas unerwartetes Erlebnis sorgt das Thap Ba Hot Spring Center. Mit dem vollen Programm mit Schlammbad, Mineralschlammbad und Mineralwasserbad kann man hier locker einige Stunden zubringen.

Bei den Restaurants in Nha Trang ist es so, dass man am Wasser zwar den besseren Ausblick geboten bekommt, die Qualität des Essens in der Stadt aber zum Teil deutlich höher ist. Meine Empfehlung: Lac Canh, rustikal und auch bei Einheimischen sehr beliebt. Auf Holzkohleöfen am Tisch grillt man sich sein eigenes Essen aus einer Vielzahl an Zutaten, ein tolles Erlebnis!

Nha Trang bietet sogar auch ein nennenswertes Nachtleben, das sich hauptsächlich an der Promenade abspielt. Die beliebtesten Bars sind das Louisiana Brew House und der Sailing Club.

Qui Nhon

Auf dem Weg nach Qui Nhon passiert man einen tollen Bergpass. Kommt man danach wieder unten an, öffnet sich ein zwar felsiger, aber doch toller Strand: Dai Lanh Beach. Hier kann man auch gut für eine Essenspause stoppen. Empfehlung natürlich: Meeresfrüchte!

Qui Nhon selbst ist ein völlig untouristisches Städtchen, toll also, um mal eine authentische vietnamesische Stadt zu durchstreifen. Auch die Menschen sind hier noch deutlich offener und freundlicher. Mein Tipp: Souvenirs hier kaufen, denn sie sind oft viel billiger als in den Touristenorten!

Hoi An

Hoi An war schon bei meinem ersten Besuch in Vietnam mein absolutes persönliches Highlight! Das kleine Städtchen mit Weltkulturerbe-Status ist einfach entzückend. Tagelang kann man hier mit der Kamera durch die Gegend streifen und immer wieder neue, tolle Orte entdecken. Es gibt eine Vielzahl an Tempeln und jeder ist ein wenig anders. Aber selbst das einfachste Wohnhaus gehört in Hoi zu den Vietnam Sehenswürdigkeiten!

Vietnam Sehenswürdigkeiten: Häuser und Plätze in Hoi An
Schnappschüsse aus Hoi An

Auf dem Weg nach Hoi An sollte man  auf jeden Fall in My Lai stoppen. Man sollte aber darauf gefasst sein, schockiert zu werden, denn nirgends sonst zeigt sich der ganze Wahnsinn des Vietnam-Krieges drastischer als hier, wo die Amerikaner seinerzeit ein schreckliches Massaker verübt haben. Ich empfehle den Rundgang mit einem Führer und danach auch noch die Ausstellung im Haus anzuschauen, die natürlich sehr propagandalastig ist. Wenn man das aber an einem Ort nachvollziehen kann, das ist es wohl hier.

Doch zurück zu Hoi An: Wie gesagt, einfach die Kamera schnappen und loslaufen! An vielen Orten bekommt man kleine Stadtkarten, auf denen alle wichtigen Sehenswürdigkeiten verzeichnet sind. Besonders sehenswert: Chinesisches Viertel, Japanische Brücke, Französisches Viertel. Am besten kauft man ein Ticket, mit dem man fünf verschiedene Sehenswürdigkeiten besichtigen kann, und sucht sich dann seine Highlights zusammen.

Hat man Hoi An komplett erkundet, empfiehlt es sich, ein klappriges Fahrrad auszuleihen und damit die 5 Kilometer zum Cua Dai Strand zu radeln. Auch toll ist das Gemüsedorf Tra Que; der Weg dorthin führt durch malerische Reisfelder.

Ebenfalls sehr ans Herz legen kann ich einen Ausflug nach My Son, eine Cham-Tempelstadt. Die Fahrt dorthin dauert etwa eine Stunde und kann überall in Hoi An gebucht werden.

Spannenden Touren durch Hoi An und auch nach My Son gibt es hier!

Hoi An ist DER Ort, wo man sich Klamotten maßschneidern lassen kann. Und es macht tatsächlich eine Menge Spaß, sich einen Schnitt und die Stoffe dafür auszusuchen. Bereits tags drauf kann man das Werk dann begutachten und noch mal letzte Änderungen vornehmen lassen. Es gibt ein fast unüberschaubares Angebot an Schneidern, nicht alle sind gut. Ich habe sehr positive Erfahrungen gemacht mit dem “Cloth Shop Bich My”, No. 23 Hoi An Market.

Auch Schuhe kann man sich in Hoi An maßschneidern lassen, etwa beim Shoe Shop Hung Vi, Hoi An Market. Und hat man zu Hause eine Dame, der man eine Freude machen möchte, empfiehlt es sich, ihr ein vietnamesisches Hosenkleid, ein sogenanntes Ao Dai (gesprochen: Ao Yai) anfertigen zu lassen. Ich habe das machen lassen und war sehr zufrieden mit dem Shop Phuong Nam Silk, 682 Hai Ba Trung.

In Hoi An gibt es verschiedene kulinarische Spezialitäten, die man unbedingt probieren muss, insbesondere die Cao Lau Nudeln und das sogenannte White Rose. Sehr empfehlen kann ich hierfür das Banana Leaf, 88 Bach Dang / Ecke Le Loi (direkt an der Uferstraße). Auch eine tolle Erfahrung ist das Dong An, 65 Cong Ba Le Well, wo man beigebracht bekommt, wie man vietnamesische Reispapierrollen selbst zubereitet.

Wer die Zeit hat, kann auch noch einen der zahlreichen Kochkurse absolvieren. Hierbei geht man zunächst auf einem Markt einkaufen, bereitet dann verschiedene Gerichte zu und geniesst schließlich gemeinsam mit den anderen Kursteilnehmern die Früchte seiner Arbeit. Ein wirklich lohnender Kurs!

Abends lässt es ich in Hoi An gut Zeit verbringen in einem der vielen Traveller-Läden, oft mit Musik und/oder Billardtischen. Einfach im Zentrum der Musik folgen!

Hue

Auf dem Weg nach Hue sollte man bei den Marble Mountains stoppen. Ich kann nur dazu raten, den ganzen Weg bis zu den Tempeln auf dem Berg hochzukraxeln, denn erst oben erschliesst sich die wahre Schönheit dieses Ortes. ‚Marmor‘-Souvenirs sollte man erst nach dem Abstieg auf der anderen Seite erwerben, da diese hier billiger sind. Und, falls Du es nicht gemerkt hast: Das ist kein echter Marmor…

Für sehr Kulturinteressierte empfiehlt sich danach das Cham-Museum, laut Lonely Planet das beste seiner Art.

Auf dem weiteren Weg nach Hue kommt man über den sehr beeindruckenden Hai Van Pass. Vermutlich erst gegen Abend erreicht man dann Hue. Ich empfehle, dann erst mal die hier schon wieder etwas anderen kulinarischen Spezialitäten der Stadt zu probieren. Will man gleich die gesamte Küche Hues auf einen Schlag abhaken, dann empfiehlt sich das Restaurant An Binh, 65 Vo Thi Sau. Hier bekommt man ein 10(!)-Gänge-Menü, nach dem man sich kaum mehr bewegen kann! Unbedingt vorher reservieren.

Ein Erlebnis der anderen Art ist ein Besuch bei Lac Thien (6 Din Thien Hoang), das von einem taubstummen Besitzer geführt wird, der das Lokal legendär machte. Nach typisch vietnamesischer Kopier-Manier haben daher direkt nebenan noch zwei Restaurants mit zum Verwechseln ähnlichen Namen eröffnet, die ebenfalls von vermeintlich Taubstummen geführt werden… So, und jetzt viel Glück beim Finden des Originals! ;-)

Hier bekommt man übrigens auch den für Hue typischen Flaschenöffner, ein schönes Souvenir!

Tagsüber in Hue empfiehlt sich erneut eine Bootsfahrt. Das Boot tuckert einen zur Thien Mu-Pagode und zum tollen Tu Duc-Grabmal (alternativ zum Minh Mang-Grabmal) Hier lässt sich auch der Wagen jenes Mönches besichtigen, der 1963 nach Saigon fuhr und sich auf offener Strasse anzündete, um so gegen die Unterdrückung der buddhistischen Bevölkerungsmehrheit in Vietnam zu protestieren. Der Eine oder Andere wird sein Bild kennen vom ersten Albumcover der Band Rage Against the Machine.

Wer alles in Hue sehr kompakt sehen möchte, für den ist diese private Stadttour das Richtige!

Tor und Eingang beim Thu Duc Grabmal
Beim Tu Duc Grabmal

Unbedingt besichtigt werden muss natürlich die Zitadelle. Dies kann man entweder zu Fuss oder mit einem Mietfahrrad tun.

menschen vor dem Eingang zur Zitadelle in Hue
Vor der Zitadelle Hues

In Hue gibt es ein nettes, kleines Nachtleben. Es empfiehlt sich etwa die DMZ Bar oder aber das Brown Eyes, wo ich mich seinerzeit mal fast um den Verstand getanzt hätte! Was natürlich noch nicht viel heissen muss.

Hanoi

Es ist ein weiter Weg nach Hanoi, fast 700 Kilometer. Ist man nicht mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs, lohnt es sich tatsächlich, nach Flügen ab Hue zu schauen. 

Hanoi ist entzückend und ich mochte es auf Anhieb lieber als Saigon. Es zählt zu meinen liebsten Vietnam Sehenswürdigkeiten. Das Zentrum lässt sich schnell zu Fuss oder mit dem Rad erkunden. Zunächst sollte man sich den Hoan Kiem See anschauen (Die Jadebergpagode auf der Insel nicht vergessen!) und durch diverse Handwerkergassen der Altstadt cruisen. Interessant ist hier, dass immer jeweils eine Gasse eine gewisse handwerkliche Spezialität vertritt. Sprich: Die Schildergasse, die Schustergasse, … Zum Ende der ersten Erkundung fährt man dann am besten zum Mausoleum von Ho Chi Minh.

Außerdem interessant: Ho Chi Minhs Pfahl-Haus, die Einsäulenpagode und der Literaturtempel.

Für mich persönlich war es ein absolutes Highlight der ganzen Reise, durch die kleinen Gassen der Altstadt zu streifen, und zwar immer und immer wieder. Jedes Mal lassen sich hier neue Dinge entdecken! Sehr toll fand ich den Vorschlag für einen Altstadt-Spaziergang aus dem Lonely Planet, denn er hatte wirklich einige Überraschungen zu bieten, die man niemals alleine entdecken würde. Kann man sicherlich googeln, oder aber in der Ausgabe eines Reisepartners anschauen.

Frau mit Waren in einer Gasse in Hanoi
In Hanois Altstadt

Abends führt fast kein Weg an den Wasserpuppenspielen vorbei. Tatsächlich ist eine solche Show auch für Menschen, die sich sonst nicht für solche Dinge interessieren (wie etwa mich), sehenswert.

Hanoi setzt beim Essen noch mal einen drauf, auch wenn man dachte, das sei kaum mehr möglich! Es gibt unzählige gute Restaurants. Gut gefallen hat es mir bei Quan Bia Minh, 7A Pho Dinh Liet – nicht zuletzt wegen des tollen Terrassen-Blicks auf die Altstadt. Auch gut ist das Quan Com Pho, 29 Le Van Huu: Sehr gutes Essen, nicht teuer, kaum Touristen.

Eine sehr bekannte Spezialität Hanois ist Bun Cha, ein knuspriges Schweinefleisch-Gericht mit Nudeln, vielen Kräutern und allerhand eingelegtem Gemüse. Hierfür ist die mit Abstand beste Adresse das Bun Cha, 1 Hang Manh, ein Restaurant, das sich bis heute in meiner Erinnerung gehalten hat. Eng gedrängt sitzt man auf mehreren Ebenen und schaufelt sich eine Ladung nach der anderen des super-leckeren Gerichts hinein.

In Hanoi gibt es einige Restaurants, deren Spezialität Hundefleisch ist. Da ich ein sehr großer Hundefreund bin, werde ich hier keine Adresse nennen, und habe es auch bei jeder meiner Touren geschafft, alle davon abzubringen eines zu besuchen. Außerdem gebe ich zu bedenken, dass die Hunde vor dem Schlachten oft lange gequält werden, um durch das Adrenalin das Fleisch zarter zu machen.

Will man abends noch etwas unternehmen, so gibt es dafür ein paar berüchtigte Traveller-Läden wie den Seventeen Saloon oder das JC-Bar Polite Pub. Gut fand ich auch das Cheeky Quarter, Ta Hien 1: Elektronische Musik, nettes Ambiente, Tischfußball, Traveller. Eine gute Kombi!

Eine tolle Alternative: Ein Kochkurs der vietnamesischen Küche!

Mai Chau

Dieses hübsche, kleine Dorf ist auf jeden Fall einen Abstecher wert. Schon der Weg dahin ist sehr spannend. Auf dem Pass vor Mai Chau etwa lässt sich eine sehr ungewöhnliche Atmosphäre bestaunen, während man Sticky Rice in Bambusröhrchen und Maiskolben verspeist. Im Nebel grillen hier die Frauen am Straßenrand und manchmal eröffnet sich ein toller Blick ins Tal.

Es empfiehlt sich, den Trip nach Mai Chau mit einem Tour-Operator zu buchen, denn dieser macht dann auch gleich einen sogenannten Homestay klar, also ein Zimmer bei einer Familie im Ort. Und das ist tatsächlich eine schöne Erfahrung, auch wenn man weiß, dass tags drauf vermutlich schon der nächste Tourist ankommt. Doch die Menschen sind sehr lieb und man hat das Gefühl, dass sie diese Entwicklung in ihrem Dorf begrüßen.

In Mai Chau sollte man sofort auf ein Fahrrad springen und einfach die fantastische Gegend rund um das Dörfchen erkunden. Es gibt Pfahlbauten, Berge, Flüsse und alle Arten von Getier, das man bestaunen kann.

Menschen arbeiten an einem LKW mit Reifenpanne nahe Mai Chau
Stillleben nahe Mai Chau

Ninh Binh

Ninh Binh ist eine kleine, aber nicht ganz so schöne Stadt. Doch man kommt auch nicht wegen der Stadt selbst, sondern wegen der ‚trockenen Halongbucht‘, die definitiv einen Besuch wert ist. Hier gibt es 90-minütige Bootsfahrten, bei denen es besonders interessant ist, dass die Ruderer die Boote mit den Füssen antreiben! Klar, hier ist viel los. Aber die Ausblicke auf die Karstfelsen entschädigen dafür!

Wie nicht selten in Vietnam wird man auch hier geradezu genötigt, Souvenirs zu kaufen. Mein Tipp: Einfach ignorieren und immer dumm lächeln. Irgendwann geben sie auf!

Sehr empfehlen kann ich nach dem Ende der Bootstour eine Wanderung oder Fahrradtour nach Bach Dong. Man radelt durch sehr ruhige Natur und kommt vorbei an verschiedenen Tempeln und Höhlen. Weite Teile der Strecke kann man mitten durch Reisfelder fahren!

Die berühmtes der Vietnam Sehenswürdigkeiten: Halong-Bucht

Wenn man sich eines bei einer Vietnam-Reise nicht sparen kann, dann ist es natürlich die Halong- Bucht!

Von Ninh Binh ist man jedoch noch eine ganze Weile unterwegs, etwas mehr als 200 Kilometer.

Vietnam Sehenswürdigkeiten Boot im Nebel vor Bergen in der Ha LOng Bucht
Auf diesen Schiffen kann man übernachten!

Wenn man  schon mal hier ist, so sollte man in jedem Fall ein Boot buchen, auf dem man dann auch übernachtet. Das Essen ist hier inklusive und recht lecker, doch die Getränke sind ziemlich teuer. Mein Tipp: Ein Flachmann im Tagesrucksack!

Mit dem Boot fährt man sodann von einem malerischen Spot zum nächsten, Orte mit exotischen Namen wie Shapes of Dog, Incense Urn, Fighting Cocks. Besonders toll ist die riesige Sung Sot Grotte, vor allem aber die Ti Top-Insel, an deren Strand man schwimmen kann und von dessen Hügel aus man diese Aussicht hier hat:

Blick auf die Ha Long Bucht von einem Hügel auf der Ti Top Insel

Die Übernachtung auf dem Boot ist nur bei gutem Wetter möglich, dann aber ein echt tolles Erlebnis!

Am nächsten Morgen sollte man sich noch die Loun-Grotte und die Bai Tu Long Island anschauen, bevor es dann zurück nach Hanoi geht. Möglich auch: Eine Kanu-Tour.

Und dann muss man sich nur noch wieder nach Saigon zurückarbeiten.

Hast Du selbst Erfahrungen mit Vietnam? Teile doch Deine Empfehlungen in den Kommentaren, dann haben hier alle etwas davon! Mein Kollege Patrick hat auch noch ein paar gute Vietnam Empfehlungen!

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