Oman Reisebericht: Ultimative Route für 10 Tage Roadtrip

Der Oman ist ein Land auf der arabischen Halbinsel, das in den letzten Jahren einen Aufschwung im Tourismus erfährt. Die beste Art, dieses vielseitige Land zu erkunden, ist ein Oman Roadtrip. Ich habe eine solchen Oman Selbstfahrer Tour unternommen und viele Tipps mitgebracht! Aus zwei Reiseführern sowie einer Menge Blogs habe ich die besten Oman Sehenswürdigkeiten sowie alle Tipps zu Sicherheit und Planung für eine Selbstfahrer-Rundreise herausdestilliert. Und diese möchte ich nun Dir weitergeben.

Planung für Deinen Oman Road Trip

11 Tage im Oman waren eine perfekte Zeit, um die Hauptstadt Maskat (Muscat) zu erkunden und einen 10-tägigen Oman Road Trip zu unternehmenn. Allerdings schafft man es in diesem Zeitrahmen nicht in den Süden von Oman, etwa nach Salalah. Es sei denn, man legt zwei komplette Fahrtage ein, was ich nicht empfehlen kann. Hier zunächst alles, was vor der Abreise wichtig ist:

  • Flüge buchen, um 11 Tage vor Ort zu haben. Wir sind ab Berlin günstig mit Pegasus geflogen, mit kurzem Aufenthalt in Istanbul. Wie bei vieen anderen Airlines auch, landen die Pegasus-Flüge früh am Morgen in Maskat. So kann man diesen ersten Tag sogleich für die Erkundung der Hauptstadt verwenden.
  • Unterkunft für die Anreisenacht sowie die folgende buchen; so kann man sich nach der Landung noch mal kurz ausruhen. Wir haben günstig und gut im Golden Oasis gewohnt.
  • Den Mietwagen unbedingt schon von zu Hause organisieren! Wir haben den Oman Roadtrip mit einem Geländewagen mit Dachzelt gemacht, und das kann ich wirklich nur jedem ans Herz legen! Mit einem normalen Mietwagen erreicht man viele der tollsten Orte nicht, mit dem Geländewagen kommt man überall hin. Und das Dachzelt ist wie ein fahrendes Zuhause und spart zudem Übernachtungskosten. Beim Anbieter idrive4x4 (unbezahlte Partnerschaft) bekommt man alles aus einer Hand: Das Fahrzeug mit Dachzelt sowie alles, was man an Camping-Equipment braucht. Man kann auch einzelne Dinge, die man nicht benötigt, von der Liste streichen und so Geld sparen. Super Service, super Material, kann ich sehr empfehlen! Der große Toyota Land Cruiser mit fast vollständigem Camping-Equipment kostet, je nach saison, etwa 1500 Euro. Dafür hat man aber auch nach Maskat keine Übernachtungskosten mehr. Für Besorgte: Das Dachzelt ist kinderleicht zu bedienen und in weniger als einer Minute aufgebaut.
  • Last, but not least muss man sich schon im Vorfeld um ein Oman Visum kümmern, da es das Visa on Arrival nicht mehr gibt. Dieses kostet 11 Euro (bis 10 Tage) oder  50 Euro (bis 30 Tage). Du kannst es hier beantragen.

Geländewagen auf einem Oman Roadtrip

Sicherheit im Oman

Viele Leute fragten uns im Vorfeld, ob es denn überhaupt sicher sei, in den Oman zu resien. Unsere Recherche ergab, dass der Oman ein vergleichsweise sehr sicheres Land ist. Und vor Ort konnten wir das bestätigen. Zum einen geht es den meisten Menschen im Oman wirtschaftlich recht gut, zum anderen gibt es sehr strenge Gesetze, die Kriminalität fast vollständig verhindern. Wir hatten überall ein sehr sicheres Gefühl und haben auch schon nach kurzer Zeit wertvolle Dinge im Auto gelassen, ohne jemals ein Problem zu bekommen. Auch Entführungen sind hier kein Thema. Lediglich beachten sollte man, dass man wegen des dort herrschenden Bürgerkrieges nicht zu nah an die jemenitische Grenze herankommt.

Camping im Oman

Der vielleicht beste Part an einem solchen Oman Roadtrip mit Dachzelt ist, dass man im Oman überall campen darf! Wir haben auf Bergen, in Flusstälern oder sogar direkt am Strand geparkt, unser Zelt aufgeschlagen und mit unserem Equipment gekocht. Herrlich!

Frau mit Geländewagen am Strand im Oman

Als Frau im Oman

Der Oman ist ein arabisches, muslimisches Land. Jedoch wird hier eine Art des Islam gepredigt, die anders ist als die der Sunniten und Schiiten der Nachbarländer (Ibadismus). Der Oman ist daher ein vergleichsweise liberales und tolerantes Land. Nichtsdestotrotz sieht man auch hier viele vollverschleierte Frauen, teilweise sogar mit Schleier vor den Augen. Als nicht-muslimischer Tourist genießt man zwar Sonderrechte, doch ein bißchen anpassen muss man sich auch. An manchen Badestellen und Stränden kann man als Frau aus dem Ausland im Bikini ins Wasser gehen, an anderen wird verlangt, dass die Schultern bedeckt sind. Schilder weisen dann darauf hin. In religiösen Stätten sollte man immer Knie und Schultern bedecken, oftmals ist auch eine Kopfbedeckung Pflicht. In ländlichen Gebieten kann es vorkommen, dass Männer starren, zum Glück bleibt es aber dabei. Bemerkt man das, sollte man sich sofort entsprechend noch etwas anziehen. Meine Freundin löste das, indem sie immer ein großes Tuch dabei hatte, das schnell umgeschlungen war. So sind Schultern und Kopf sofort bedeckt.

Gut zu wissen: Frauen dürfen im Oman Auto fahren.

Kosten im Oman

Grundsätzlich ist der Oman kein billiges Reiseland. Doch mit einem Roadtrip im Geländewagen mit Dachzelt lässt sich eine Menge Geld sparen! So entfallen schon mal die nicht ganz günstigen Hotels. Auch geführte Touren entfallen und die kosten teils richtig viel. Das Benzin für den Geländewagen ist deutlich billiger als bei uns, wir haben etwa die Hälfte der deutschen Benzinkosten bezahlt (Dezember 19). Und das Essen ist tatsächlich meist überraschend günstig. Das gilt natürlich besonders, wenn man in einem der großen Supermärkte ausgiebig einkauft und sich unterwegs immer über dem Campingkocher selbst etwas kocht. Aber zumindest hier und da sollte man sich auch ein Restaurant gönnen, denn selten zahlt man mehr als 20 Euro für zwei Personen und ein opulentes Mahl. Hier eine grobe Idee unserer Kosten für zwei Personen:

  • Flüge: € 1000
  • Geländewagen mit Camping-Equipment: € 1500
  • Benzin, Essen, Park-Eintritt, etc.: € 700
  • Wüstencamp (siehe Text): € 300

Das macht alles in allem ziemlich genau 3500 Euro, somit also 1750 pro Person für 12 Tage Abenteuer vom Feinsten. Das ist zwar nicht supergünstig, aber immer noch voll im Rahmen.

Geländewagen vor Bergkulisse auf einem Oman Roadtrip

Beste Reisezeit im Oman

Im Sommer kann es im Oman fast unerträglich heiß werden. Daher empfehlen sich besonders die Monate November bis März für eine Reise. Um diese Jahreszeit hat es hier durchschnittlich 25 Grad, perfektes Reisewetter also. Man sollte sich gerade für einen Camping-Trip im Oman aber auch ein paar wärmere Klamotten einpacken, denn immer wieder kommt man hoch in die Berge und da wird es nachts ganz schön frisch.

Alkohol im Oman

Alkohol im Oman ist ein sensibles Thema und man sollte wissen, dass man mit dem bei uns völlig alltäglichen Alkohol hier schnell in Probleme geraten kann. Generell gilt: Man darf in der Öffentlichkeit nicht angetrunken sein. Das heisst letztendlich, dass man als Tourist im Grunde nur in der Hotelbar etwas trinken darf. Fakt ist außerdem, dass es nirgends im Land Alkohol zu kaufen gibt außer im Duty Free Laden am Flughafen. Hier jedoch habe ich dann wieder unterschiedliche Meinungen gehört, ob man die erlaubten zwei Flaschen Wein auch transportieren darf oder nicht. Wir haben uns letztendlich dazu entschlossen, einfach während der Zeit vor Ort nichts zu trinken.

Start Deiner Oman Rundreise

Geldwechsel

Bei Ankunft am Flughafen solltest Du Dir zunächst die Landeswährung Omani Rial besorgen. Hierfür gibt es Wechselstuben, aber auch Geldautomaten. In der Regel bieten Geldautomaten die besseren Kurse, allerdings kann man an Wechselstuben getauschtes und nicht benutztes Geld dort vor dem Rückflug auch wieder in die eigene Währung zurücktauschen, sofern man die Quittung aufgehoben hat. Mein Tipp: Abheben, aber erst mal nicht so viel. Es gibt überall im Land Geldautomaten.

Lokale SIM-Karte

Direkt im Flughafengebäude gibt es gleich mehrere Anbieter, die SIM-Karten anbieten. Hierfür brauchst Du Deinen Reisepass. Ich fand die Karte mit 23 Euro für 15 GB relativ günstig.

Die perfekte Route für Deinen Oman Road Trip

Zu den wichtigen Oman Sehenswürdigkeiten zählen die Städte Maskat und Nizwa sowie die Flusstäler Wadi Shab und Wadi Bani Khalid. Dazu kommt natürlich die Wüste, die Insel Masirah sowie einiges an Stränden. Doch eine Oman Rundreise hat noch viel mehr zu bieten. Oft sind es gerade die kleinen Dinge am Wegesrand, die eine Selbstfahrer-Tour im Geländewagen so toll machen. Hier kommt unsere detaillierte Selbstfahrer-Route, die ich jedem so ans Herz legen kann.

Oman Karte

Um Dir besser zu verdeutlichen, welche Route wir gefahren sind, habe ich diese mal auf einer Oman Karte eingezeichnet. Wir sind diese Oman Rundreise im Uhrzeigersinn gefahren:

Oman Road Trip Route
Quelle: Google Maps

Maskat (Muscat)

Eines vorab: Omans Hauptstadt erschliesst sich dem Besucher nicht ganz leicht. Wir haben aber durchaus tolle Ecken in Maskat entdeckt, die einen Besuch wert sind. Die einzelnen Sehenswürdigkeiten Maskats lassen sich natürlich in beliebiger Reihenfolge besichtigen. Ich kann hier aber sehr unsere Herangehensweise empfehlen, bei der wir die Highlights Maskats auf den Tag vor dem Road Trip sowie den letzten Tag des Road Trips verteilt haben.

Maskat Sehenswürdigkeiten

Nach der Landung am frühen Morgen empfiehlt sich ein Schläfchen im Hotel, bevor man dann mit dem Taxi zur Corniche (Küstenstrasse) fährt, wo sich die Sehenswürdigkeiten aneinanderreihen. Wie wäre es mit einem tollen arabischen Brunch im Corniche Cafe, bevor man sich die Highlights Maskatas in einer Wanderung erschließt? Von dort spaziert man entlang des Wassers zum Mutrah Fort und zum alten Stadttor, Old City Gate. Weiter geht es dann zum Sultan’s Palace, von wo aus man ein Taxi zurück zum Souq nimmt, der jetzt am späten Nachmittag auch geöffnet hat.

Am nächsten Morgen, bevor der Mietwagen am Hotel angeliefert wird, besichtigt man im Morgengrauen noch den Fischmarkt.

Tag 1: Bimmha Sinkhole und Madschlis al-Jinn

Je nach Absprache wird das Auto irgendwann am Vormittag am Hotel angeliefert. Man sollte gründlich checken, ob alles am Geländewagen OK ist, bevor man den Vertrag unterschreibt. Und dann geht es endlich los! Der Verkehr ist leicht zu bewältigen, die Einheimischen fahren zumeist recht defensiv. Das erste Ziel sollte einer der großen Supermärkte sein, wo Du Dich erst mal mit Lebensmitteln eindeckst und auch eventuell benötigtes zusätzliches Camping-Equipment erstehen kannst. Dann geht es in Richtung Osten, zunächst durch die Berge, dann in der Nähe der Küste. Nach etwa zwei Stunden ist man an der ersten ungewöhnlichen Sehenswürdigkeit des Oman.

Menschen baden im Bimmah Sinkhole

Das Bimmah Sinkhole (auch bekannt als Hawiyyat Nadschm) ist eine sogenannte Doline, ein einst von einem Meteoriten geformtes Loch im Boden, das sich sodann mit Wasser gefüllt hat. Je nach Tageszeit glänzt das Wasser türkis und lädt zu einem erfrischenden Bad ein. Den ganzen Tag über ist das Sinkhole stark von Touristen frequentiert, aber einen Stopp ist es in jedem Fall wert.

Von hier aus geht es auf direktem Weg in die Berge, von wo aus man schnell fantastische Aussichten genießt.

Berge und Himmel im Oman

Warnung: Viele der Strecken in die Berge erfordern wirklich starke Nerven, sowie zumindest Grundkenntnisse im im Off-Road-Fahren. Die Pisten sind steil und großenteils unbefestigt, und nicht selten geht es direkt neben der ‚Strasse‘ in den Abgrund.

Autos vor einer Höhle im Oman
Oben angekommen findet man die Höhle Madschlis al Jinn!

Die Höhle Madschlis al-Jinn (Höhle der Geister) ist noch mal eine ganze Ecke schräger als das Bimmah Sinkhole. Besonders aber trifft man hier sehr wenige bis gar keine anderen Touristen, da man die Höhle erst nach eineinhalb Stunden durch die Bergkulisse erreicht. Völlig unvermittelt öffnet sich dann an drei Stellen der Boden in eine riesige unterirdische Höhle. Die neuntgrößte Höhle der Welt ist bis zu 170 Meter tief, was die herbeigelaufenen Kinder dem Besucher mit dem Werfen von Steinen veranschaulichen. Ein wahrlich surrealer Ort auf knapp 1300 Metern Höhe.

Ich gebe zu, dass unser Plan eigentlich war, vor Sonnenuntergang wieder ins Tal zu gelangen, um dort zu zelten. Aber letztlich war es ein Segen, dass uns das Ende des Tages so überraschte (Im Oman wird es immer etwa gegen 17.30 dunkel), denn so fanden wir einen unserer tollsten Camping-Spots der ganzen Reise!

Frau neben Geländewagen auf einem Oman Roadtrip

Völlig ab vom Schuss kochten wir uns ein Abendessen, und blickten dann bei einem kleinen Lagerfeuer ehrfürchtig in den Sternenhimmel.

Geländewagen vor Sternenhimmel auf Oman Roadtrip

Tag 2: Wadi Shab, Wadi Tiwi, Sur und Rasl al-Jinz

Die Tage enden und beginnen früh, wenn man mit dem Camping-Geländewagen unterwegs ist. Perfekt für den Road Trip, denn so kann man den ganze Tag zum fahren nutzen. Das erste Erwachen im Dachzelt mit Blick auf diese atemberaubende Kulisse hat uns regelrecht umgehauen!

Frau blickt aus Dachzelt auf Oman Roadtrip
Kaum öffnet man die Augen, erblickt man das hier!
Blick über Berge und Meer im Oman
Der Blick aus dem Zelt ging weit die Küste hinunter!

Wir versuchten zunächst, über einen alternativen Weg zurück nach Fins im Tal zu gelangen, aber die Strasse war von Geröll verschüttet, sodass wir etwa zwei Stunden verloren. Wer das Abenteuer sucht, kann es ja das nächste Mal selbst probieren. Wer nicht, der fährt einfach die Strecke vom Tag zuvor wieder zurück. Erstes Ziel sollte das fantastische Wadi Shab sein.

Um ins Wadi zu gelangen, parkt man seinen Wagen an der Strasse und bezahlt für eine Bootsüberfahrt zum Fussweg. Man kann auch durchs Wasser waten, aber das sah wirklich nicht nachahmenswert aus. Und das Boot kostet nicht viel. Von da an folgt man dem zumeist trockenen Flusstal in die Berge hinein. Auch hier gibt es einige Touristen, die sich aber – je nach Tageszeit – recht gut auf das Gelände verteilen.

Wasser, Menschen und Felsen im Wadi Shab

Unbedingt sollte man auch die letzte Passage des Wadi Shab bestreiten, für die man schwimmen muss. Daher wichtig: Wasserdichte Tasche für die Technik einpacken! Nach einigen tiefen Stellen sowie ein paar engen Passagen, durch die man fast tauchen muss, gelangt man in eine fantastische Höhle, in der es sogar einen kleinen Wasserfall gibt, von dem man springen kann. Ein echtes Abenteuer!

Nachdem man wieder zurück zum Wagen gewandert ist, ist man recht hungrig. Wir haben wirklich toll gegessen im ‚Restaurant of traditional dishes‘ in Tiwi. Von Daal bis Hummus war alles vorzüglich.

Teller mit verschiedenen Speisen auf einem Oman Roadtrip
Daal, Hummus, Curry: Das omanische Essen ist eine leckere Mischung aus arabischen und indischen Einflüssen.

Ein kurzer, lohnenswerter Ausflug ist das Nachbarflusstal Wadi Tiwi. Hier kann man einfach mit dem Auto bis zu einem kleinen Dorf fahren und die Schönheit des Tals ganz ohne Anstrengung genießen.

Wasser, Pflanzen und Felsen in Wadi Tiwi

Von hier aus geht es weiter entlang der Küste bis ins malerische Sur, das für seine traditionellen Dhow-Boote berühmt ist. Für die tollsten Bilder solltest Du versuchen, so wie wir auf den späten Nachmittag dort anzukommen, denn dann kann man das Städtchen später im Sonnenuntergang bestaunen. Das geht am besten vom Turm am östlichen Ende der Stadt aus, denn von hier blickt man auch über die Lagune und sieht mit etwas Glück auch ein paar der hübschen traditionellen Boote.

Brücke vor der Stadt in Sur Oman

Etwa eine Stunde von hier findet man eine Sehenswürdigkeit, die man nicht verpassen sollte: Das Ras al Jinz Turtle Reserve. Mit den Jahreszeiten variieren sowohl die Anzahl der Schildkröten als auch die Anzahl der Besucher, aber es geht immer recht geschäftig zu. Am besten holt man sich schnell ein Ticket und geht dann im kleinen Dörfchen in der Nähe noch mal etwas essen. Die geführten Touren zu Fuss an den Strand, wo die Schildkröten ihre Eier legen, finden erst statt, wenn einer der Mitarbeiter eine Schildkröte erspäht hat. Und so kann sich die Wartezeit ganz schön hinziehen.

Wir hatten dann jedoch das Glück, eine von den großen Meeresschildkröten bei der Eiablage zu beobachten und sogar noch einem Baby dabei zusehen zu können, wie es den Weg ins Meer auf sich nahm.

Baby Meeresschildkröte am Strand

Der nicht ganz günstige Eintrittspreis von € 16 kommt übrigens den Schildkröten zu gute. Der Schutz dieser Rasse ist ein Herzensprojekt des Sultans.

Uns hat das Dorf beim Turtle Reserve nicht gefallen, daher sind wir auf der Suche nach einem Schlafplatz noch etwas weiter die Küste runtergefahren.

Empfehlung: Toll zum Campen sind die Klippen von Ras Ar Ruwais. Vorsicht aber bei der Ankunft im Dunkeln: Hier geht es ungesichert 30 Meter runter!

Geländewagen auf einer Klippe bei einem Oman Roadtrip
Dafür erwacht man zu diesem Ausblick!

Tag 3: Fahrt nach Masirah Island

Am dritten Tag der Reise haben wir uns viel zeit für die kleinen Dinge am Straßenrand genommen. Wir saßen eine Stunde lang in einem kleinen Imbiss und alberten mit den Kids herum. Wir fuhren immer mal wieder von der Route ab, um die kleinen Dörfer zu erkunden. So kamen wir schließlich am frühen Mittag am Fährhafen nach Masirah an.

Marco Buch mit Kindern im Oman
Besonders die jungen Omanis sind sehr interessiert an Reisenden.

Tipp: Immer wieder findet man im Oman öffentliche Toiletten, in denen man zum teil auch duschen kann.

Ultimativer Tipp für Selbstfahrer: Die App ioverlander, einst von Reisenden kreiert, die Südamerika durchquerten, ist kostenlos und gibt immer wieder hilfreiche Empfehlungen zu Campierplätzen, Tankstellen, Waschgelegenheiten sowie Sehenswürdigkeiten, die in keinem Reiseführer zu finden sind!

Nicht jeder ist ein Fan der doch recht großen Insel, aber ich würde sie uneingeschränkt empfehlen. Denn Masirah Island ist ein sehr ungewöhnlicher Ort, und wird noch dazu nur von sehr wenigen Touristen besucht. Bei der Fähre muss man etwas Glück haben, denn sie fährt immer dann, wenn sie voll ist. Sie braucht vom Shannah Port bis in die Hauptstadt der Insel, je nach Wind und Wetter, ein bis zwei Stunden.

Kamele und Berge auf Masirah Island

Gut zu wissen: Nur in der Hauptstadt Hilf gibt es Supermärkte und Restaurants. Also hier gleich noch mal shoppen un etwas Leckeres essen.

Für unseren Standplatz wählten wir einen Strand, der etwa eine halbe Stunde die Küste runter liegt. Das bei Kitesurfern beliebte Masirah Beach Camp, von dem ich so viel Gutes gelesen hatte, entpuppte sich zwar als Enttäuschung, aber unser Platz für die Übernachtung auf einem kleinen Felsen war wirklich unschlagbar!

Geländewagen auf einem Felsen am Strand im Oman

Tag 4: Masirah Island mit Jebel Humr

Hat man schon die Zeit auf sich genommen, nach Masirah Island zu gelangen, dann sollte man sich auch einen ganzen Tag nehmen, um die Insel zu erkunden. Es gibt keine Sehenswürdigkeiten im herkömmlichen Sinne, aber die Insel selbst ist eine echte Attraktion. Vielerorts fühlt man sich wie auf einem anderen Planeten. Den man dann coolerweise nicht mal mit jemandem teilen muss.

Geländewagen und Kamel auf einem Oman Roadtrip

Masirah Island ist beliebt bei Ornitologen, da es hier eine Menge seltener Vögel zu bestaunen gibt. Mit etwas Glück sieht man sogar Flamingos!

Frau am Strand von Masirah Island
Auch die Strände sind zum Teil spektakuläre, und das sogar bei Regenwetter!

Nachdem man die Insel umrundet hat, bietet sich der höchste Berg der Insel für ein zusätzliches Abenteuer an. Man findet den Jebel Humr unweit von Hilf und fährt mit dem Geländewagen einfach so weit, wie man eben kommt. Den Rest nach oben kraxelt man sich über Felsen und lehmigen Untergrund. Der Blick von oben ist genial und auch diesen kann man in der Regel ganz für sich alleine genießen.

Blick durch Felsen auf Masirah Island

Marco Buch auf dem Jebel Humr in Oman

Vielleicht lag es am Namen des Berges, aber zurück in Hilf mit hungrigen Mägen fiel mir ein, dass es auf Masirah vorzüglichen Hummer geben soll. Mit dem Restaurant Yemeni fanden wir in Hilf ein wahres Juwel. Ganze Hummer, auf jemenitische Art zubereitet und mit Hummus, Brot, Salat und Daal serviert, war ein wahnsinniger Festschmaus! Diesen geniesst man hier auf dem Boden sitzend in kleinen abgetrennten Ecken, durch das Restaurant wabert der Duft von Weihrauch. Unbedingt empfehlenswert!

Nach dem Essen kehrten wir zu unserem alten Platz beim Masirah Beach Camp zurück.

Tag 5: Ibra

Der Oman ist kein kleines Land, tatsächlich ist er fast mit der Größe Deutschlands vergleichbar. Und so lässt es sich nicht vermeiden, auch mal längere Strecken zu fahren. Die Kombination des Wartens auf die Fähre mit der Strecke nach Ibra kostete uns letztlich den ganzen Tag. Aber gerade wenn man sich für die längeren Strecken Zeit lässt, kann man auch aus aus einem solchen Tag etwas ziehen.

Je früher man am Fährhafen von Hilf ist, desto besser. Denn auch in diese Richtung brechen die Boote immer dann auf, wenn sie voll sind. Wer noch shoppen möchte, sollte das noch schnell hier machen. Eine Tankstelle allerdings gibt es auch auf dem Festland.

Große Teile der Strecke nach Ibra bestehen aus einer schnurgeraden Straße durch die Wüste. Wir haben gelesen, dass sie von vielen auch als langweiligste Straße der Welt bezeichnet wird. Wir kamen bereits bei Dunkelheit in Ibra an und entschlossen uns daher, direkt neben der Hauptstrasse zu campieren, was im Oman ebenfalls OK ist. Wer mehr Zeit hat, sollte sich vielleicht nach einem ruhigeren Plätzchen umsehen. Der Vorteil unseres Spots jedoch war, dass wir am nächsten Morgen gleich ganz ion der Nähe der Sehenswürdigkeiten von Ibra waren.

Tag 6: Ibra, Wadi Bani Khalid, Sharqiya Sands

In Ibra sollte man sehr früh aufstehen und dann die faszinierende Altstadt besichtigen, die zum Teil in Trümmern liegt. Man kann hier einfach in den Ruinen herumspringen, und auch hier waren wir die einzigen Menschen weit und breit.

Ruinen in Ibra auf einem Oman Roadtrip
Blick auf die in Trümmern liegende Altstadt von Ibra.

Bunte Tür an altem Gebäude bei Oman Roadtrip

Der Souq von Ibra ist spannend, ist er doch ein Markt für Einheimische, nicht für Touristen. Freitags gibt es hier zusätzlich den Souq nur für Frauen. Beim Souq gibt es mehrere kleine Cafés, in denen man frühstücken kann. Leider haben wir die Menschen vor Ort als etwas ruppig empfunden, was aber auch an der Sprachbarriere gelegen haben kann.

Gemüseverkäufer im Ibra Souq

Je früher man aus Ibra weg kommt, desto besser ist es, denn das Wadi sollte man möglichst nicht um die Mittagszeit herum erkunden, da es dann besonders heiß und auch besonders voll ist. Von Ibra aus fährt man etwa zwei Stunden, über teils spektakuläre Bergstrassen.

Wadi Bani Khalid ist nicht ohne Grund ein Zuschauermagnet, es sieht einfach wirklich toll aus.

Wasser und Felsen im Wadi Bani Khalid

Auch hier kann man das Flusstal zu Fuss erkunden, an einigen Stellen kann man im recht klar wirkenden Wasser planschen. Am Ende des Pfades in die Berge findet man noch eine kleine Höhle, deren erste Kammern man auf eigene Faust erkunden kann.

Das Restaurant an der ikonischen Brücke bietet ein Mittagsbuffet, aber uns war es dort zu voll. Stattdessen hielten wir noch kurz unsere Füsse ins Wasser, wo eifrige Fische sich über die alte Hornhaut hermachen. Dann fuhren wir zwei Dörfer weiter, wo wir ein kleines Restaurant mit tollem Essen fanden.

Von hier ging es ins sogenannte Desert Camp in der Sharqiya Sands Wüste, in dem wir uns schon im Voraus zwei Plätze für Silvester reserviert hatten.

Desert Camp in Sharqiya Sands

Omanische Männer in traditioneller Kleidung

Natürlich ist für uns Mitteleuropäer eine Wüste eine echte Attraktion. Und so gibt es in der Gegend um Al Wasil auch gleich eine Vielzahl an Anbietern, die dem Besucher ein immer ähnliches Programm bieten:

  • Übernachtung im Beduinenzelt
  • Traditionelles Abendessen und Frühstück
  • Kamel- und Jeep-Touren gegen Aufpreis

Da ich leider nicht sehr zufrieden war mit dem, was man für sein Geld bekam, möchte ich den Anbieter hier nicht nennen. Die Sache ist zudem zwiespältig, denn die Wüste auf eigene Faust zu erkunden, ist eine etwas gefährliche Option. Daher zahlt man im Grunde hauptsächlich dafür, eine Nacht in der Wüste zu verbringen. Und diese ist – kein Zweifel – spektakulär. Jedoch zahlten wir über 200 Euro für ein Zelt, das wirklich bessere Tage gesehen hatte und in dem nicht mal das Licht funktionierte. Dazu gab es abends und morgens ein liebloses Buffet für die knapp 150 Gäste. Für die Hälfte des Preises hätte ich nichts gesagt, aber das war eindeutig zu teuer.

Schatten von Kamelen in der Wüste

Toll jedenfalls waren der Sonnenuntergang am Ankunftstag sowie der Sonnenaufgang am nächsten. Alleine, dafür die riesige Düne hochzukraxeln, ist ein echtes Erlebnis!

Sonnenuntergang über der Wüste bei einem Oman Roadtrip

Und das sogenannte Dune Bashing, eine Fahrt im Geländewagen durch die Dünen, hat eine Menge Spaß gemacht. Leider darf man nicht selbst fahren, aber an den steilsten Dünen später freut man sich darüber, einen erfahrenen Chauffeur zu haben.

Geländewagen und Menschen in den Dünen von Sharquiya Sands

Tag 7: Al-Hoota Cave und die Berge

Da sich in dieser Gegend in den Bergen nun gleich mehrere Sehenswürdigkeiten für einen Oman Road Trip befinden, wurde die Planung nun etwas schwieriger. Tatsächlich muss man auch sagen, dass der vorher final festgelegte Termin für das Desert Camp die Planung für den gesamten Trip nicht ganz leicht machte. Wer das Desert Camp nicht macht, kann die anderen Attraktionen weitaus flexibler planen.

Wir jedenfalls kamen wegen des Dune Bashing (und weil wir endlich mal ein echtes Bad mit Dusche hatten) recht spät weg aus der Wüste. Von dort sind es dann knapp zweieinhalb Stunden bis zur Al-Hoota Höhle, einer der größten Attraktionen des Oman. Die Höhle ist tatsächlich sehenswert, und es ist dort schön kühl, was man in der sengenden Hitze wirklich zu schätzen weiß.

Blick in die Al-Hoota Höhle im Oman

Von der Höhle aus cruisten wir durch dei Dörfer in der Nähe, die zum Teil wie kleine Oasen wirken. Auf der Suche nach einem Rastplatz landeten wir schließlich oberhalb von Tanuf, wo wir nach einer schwierigen Einfahrt über große Felsen wirklich einen fantastischen Platz für die Nacht fanden.

Geländewagen auf felsen vor Sonnenuntergang im Oman

An dieser Stelle sei erwähnt, dass uns beiden unsere Stellplätze mindestens genauso gut gefallen haben wie die Attraktionen des Oman. Camp aufschlagen, kochen, holz sammeln. Und dann später in völliger Stille am Feuer sitzen und in den spektakulären Sternenhimmel starren. Wirklich toll! Man sollte daher jeden Tag genug zeit dafür einplanen, den perfekten Rastplatz zu finden.

Frau bereitet Tee über Feuer zu

Tag 8: Wadi Ghul, Jebel Shams und Balcony Walk

Auch hier kann man die Reihenfolge natürlich variieren, aber so wie wir – eher durch Zufall – den Tag verbracht haben, war er eigentlich perfekt. Zunächst entdeckten wir dank zweier Teppichverkäufer am Strassenrand das faszinierende Wadi Ghul, einen Traum für Off-Road-Liebhaber!

Dorf vor Felsen in Wadi Ghul
Hier an diesem alten Lehmdorf zweigt die Piste ab ins Wadi.
Weg in einem Canyon bei einem Oman Roadtrip
Spektakulär fährt man zwischen den Felswänden entlang!
Geländewagen in einem Wadi bei Oman Roadtrip
Immer wieder laden kleine Pools zu einer Erfrischung ein.

Etwa eine Stunde benötigt man mit dem Geländewagen bis zur engsten Stelle, an der es nicht weitergeht und an der sich ein entzückendes Guesthouse befindet. Wer will kann hier zu Mittag essen oder wenigstens bei einem Omani Kaffee (Kaffee mit Kardamom) den Blick in dieses tolle Tal genießen.

Haus und Berge im Wadi Ghul

Man muss schließlich denselben Weg wieder zurück. Vom Abzweig an der Hauptstrasse ist es dann noch mal etwa eine Stunde bis auf den Jebel Shams, Omans höchsten Berg. Man kann mit dem Auto bis ganz zum Gipfel fahren, hier sind sogar die Strassen recht gut ausgebaut.

Marco Buch auf dem Jebel Shams im Oman

Viele der Besucher stürzen sich nun auf den sogenannten Balcony Walk, einen Wanderweg an der Kante ins Tal, der zu einem verlassenen Dorf führt. Unsere Zeit reichte leider nicht für den gesamten Weg. Aber schon auf dem ersten Kilometer genießt man fantastische Ausblicke in die faszinierende Bergwelt des Oman.

Von hier machten wir uns wieder zurück ins Tal, wo wir im Wadi Tanuf einen tollen Stellplatz fanden.

Geländewagen vor Bergkulisse bei einem Oman Roadtrip

Tag 9: Tanuf Ruinen, Nizwa Viehmarkt, Abenteuerstrecke

Selbst bei allem, was wir schon in den letzten Tagen an Abenteuern erlebt hatten, empfanden wir beide Tag 9 fast als den abenteuerlichsten. Campt man wie wir im trockenen Flusstal Wadi Tanuf, dann beginnt das Abenteuer gleich am frühen Morgen. Denn direkt am Ende des Wadi befindet sich eine Stadt, die in den 50ern komplett zerbombt wurde. Gerade im Sonnenaufgang ist es ein echtes Erlebnis, durch diese Ruinen zu springen!

Ruinen in Tanuf Oman

Von hier ist es nicht mal eine Stunde nach Nizwa, das eine der Hauptattraktionen für Oman-Reisende zu bieten hat: Den freitäglichen Viehmarkt. Will man diesen unbedingt sehen, ist aber nicht wie wir freitags in der Gegend, dann kann man diesen auch in einem Tagestrip ab Maskat besichtigen.

Männer vor einem traditionellen Markt in Nizwa Oman

Der Markt ist ziemlich groß und die einzelnen Hallen bieten unterschiedliche Produkte. So gibt es etwa eine Dattelhalle und eine Fischhalle. Das eigentliche Spektakel aber entspinnt sich freitagmorgens vor den Markthallen. Hier kommen Bauern von nah und fern zusammen und handeln mit Ziegen und Kühen. Den Männern in ihren traditionellen Kleidern dabei zuzusehen, wie sie um die Tiere feilschen, ist ein unvergleichliches Erlebnis.

Männer und Tiere auf dem Viehmarkt von Nizwa Oman

Dann fährt man tatsächlich wieder zurück nach Tanuf, vorausgesetzt, man möchte noch mehr Allradstrecke fahren. Denn von Tanuf gibt es eine wirklich waghalsige Strecke zurück nach Maskat, die mitten durch die Berge um Jebel Shams führt!

Off-Road-Piste entlang der Berge im Oman

Auch hier braucht man vor allem zwei Dinge: Allrad und Nerven. Dann aber ist dieser Tag wirklich ein tolles Erlebnis. Immer wieder geht es etwas runter in kleine Oasen, nur um dann erneut in luftige Höhen einzutauchen. In einer Oase wurden wir zu Kaffee und Datteln eingeladen, eine Einladung, die man im Oman niemals ablehnen darf.

Omanische Männer trinken Kaffee in einer Oase

Und zum Ende der Strecke findet man dann noch den tollen Snake Gorge. Hier kann man, mit Guide oder auf eigene Faust Canyoning betreiben, aber dafür reichte unsere Zeit nicht. Doch allein der Blick auf dieses unwirkliche Gebilde war eine tolle Erfahrung!

Geländewagen vor dem Snake Gorge Oman

Da wir nun mehrere Tage in den Bergen gewesen waren und auch noch nicht so richtig Lust auf Stadt hatten, fuhren wir an die Küste westlich von Maskat, über die wir gute Dinge gelesen hatten. Hier gab es zunächst ein paar klassische Grillspieße am Straßenrand, dann parkten wir in Barka mitten auf dem Strand und schlugen dort unser Camp auf. Hammer!

Geländewagen am Strand vor Barka

Tag 10: Fischmarkt in Barka und Maskat, die zweite

Unser Tag begann mit einem Lauf entlang des weitgestreckten Strandes von Barka und einem Bad im überraschend frischen Golf von Oman. Nach einem Frühstück fuhren wir dann die wenigen Kilometer zum traditionellen Fischmarkt von Barka, der auch nach den ganzen anderen Märkten und Souqs ein echter Hingucker war.

Verkäufer mit Fisch auf dem Markt von Barka bei einem Oman Roadtrip

Nun hatten wir noch einen ganzen Tag. Die meisten Flüge starten früh am Morgen, so auch unserer.

Tipp: Wir haben mit dem Vermieter schon im Voraus vereinbart, dass wir unseren Land Cruiser um Mitternacht am Flughafen abgeben möchten. So kann man noch den ganzen Tag genießen und spart sich gleich noch das taxi zum Flug.

Bisher nicht gesehen in Maskat hatten wir die große Moschee, Sultab Qaboos Grand Mosque und das Royal Opera House, das holten wir nun nach. Wer es geschickt und mit etwas Vorlauf plant, kann an diesem Abend noch eine Show im hochmodernen Opernhaus anschauen, auf das Maskat und ganz Oman zu Recht sehr stolz ist.

Wir erkundeten nun noch die Strände südöstlich von Maskat; hier führt eine Sackgasse bis runter nach As Sifah. Leider ist dort jedoch gerade fast jede Bucht im Umbau. Hier entstehen überall gigantische Luxus-Resorts. Daher kann man sich diesen Ausflug getrost sparen.

Schön wiederum war unser vorletzter Stop auf diesem Oman Roadtrip, der Qurum Beach von Maskat.

Frau am Qrum Strand in Maskat

Hier nun bot sich ein wieder komplett anderes Bild des Oman als das unserer letzten Tage. Villen am Hang, teure Sportwagen, ein Starbucks am Strand und sogar einheimische Frauen in Bikinis. Hier badet Omans Oberschicht. Wir genossen hier den letzten Sonnenuntergang der Reise und kochten uns noch auf dem Gaskocher einen Kaffee direkt am Strand. Dann beobachteten wir noch ein wenig das Treiben auf der engen Straße entlang des Strandes, auf der eine Luxuskarosse die nächste ablöst.

Luxus-Autos vor dem Starbucks in Qurum Maskat

Wir beendeten den Tag auf der Dachterrasse des Park Inn, von der aus man einen guten Blick über die Stadt hat. Diesen Blick zahlt man natürlich mit bei Essen und Getränken, aber das war es uns wert. Mit Blick auf die wuselige Stadt erzählten wir einander noch mal die ganzen Abenteuer der letzten Tage.

Wer war selbst schon im Oman? Wer hat Lust auf diese Tour bekommen? Schreibt es in die Kommentare!

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