Außergewöhnliche Orte in und um Berlin – Geheimtipps eines Location Scouts

Philologische Bibliothek
Philologische Bibliothek

Jahrelang habe ich immer wieder projektweise als Location Scout gearbeitet, also als derjenige, der außergewöhnliche Orte in und um Berlin als Drehorte für Filme und Foto-Shootings sucht. Eher durch Zufall in diesen Job geraten, fand ich schnell Gefallen daran. Wie ein Privatdetektiv zog ich mit ein paar wenigen Anhaltspunkten los, Auto und Kamera die beiden unverzichtbaren Begleiter. Dieser Job stillte definitiv die Lust nach Abenteuer! Und bezahlte dabei auch noch recht gut. Und tatsächlich erlebte ich während meiner Suchen mitunter die schrägsten Dinge.
In meinem Buch ‘Whatever work(s)’ gibt es ein ausführliches Kapitel darüber.

Whatever works - 3D-Foto

Im Laufe der Jahre verschlugen mich die Suchen auch noch in den letzten Winkel Berlins und seiner Umgebung. In Gesprächen merkte ich schon bald, dass ich mittlerweile mehr Orte in der Hauptstadt kannte als die meisten Einheimischen.

Da ich etwas später auch anfing, als Aufnahme- und Produktionsleiter zu arbeiten, war es oft doppelt interessant zu sehen, welche Projekte letztendlich an den einzelnen Schauplätzen umgesetzt wurden.

Natürlich werden für Filme oft außergewöhnliche Orte gesucht, manchmal aber ist die Aufgabenstellung auch ‘nur’, einen Hauseingang oder einen Blumenladen zu finden. Doch selbst das kann einen in Ecken führen, die noch so einiges mehr zu bieten haben.

Ich habe nun jedenfalls mal meine persönliche Datenbank durchkämmt auf der Suche nach Orten in und um Berlin, die Ihr so vielleicht noch nicht kennt. Dazu gibt es, falls vorhanden, jeweils eine kleine Anekdote und zum Teil sogar die fertigen Filme, die dort entstanden sind. Et voila!

Übrigens, neulich erst selbst drauf aufmerksam geworden: Rent-a-Guide ist ein Anbieter sehr ungewöhnlicher, spannender Touren und bietet auch eine wirklich durchdachte Tour zu Berliner Filmschauplätzen* an!

Außergewöhnliche Orte in und um Berlin

Berlin Architektur

Berlin quillt über vor außergewöhnlicher Architektur. Doch dabei reicht ‘außergewöhnlich’ vermutlich bis an beide Enden des Ästhetik-Spektrums. Viele der üblichen Verdächtigen kennt man zur Genüge. Doch wie sieht es mit folgenden Orten aus?

Philologische Bibliothek der FU

Philologische Bibliothek

Selbst so mancher Student der FU hat diese außergewöhnliche Bibliothek noch nicht von innen gesehen. Und dabei sieht sie aus wie eine Art Raumschiff, absolut flashig! Sie ist das Werk des britischen Star-Architekten Norman Foster (zum Beispiel auch für die Reichstagskuppel verantwortlich), das erst 2005 vollendet wurde. Davor hatte die sogenannte Rost- und Silberlaube dem Auge wahrlich wenig zu bieten. Ich erinnere mich gut an mein eigenes trostloses Studium dort unten in Lankwitz.

Ich habe die Bibliothek zwar bereits mehrere Male fotografiert und vorgeschlagen, kann mich aber nicht erinnern, dass der Ort für einen Dreh jemals den Zuschlag bekommen hat.

Tierheim Berlin

Tierheim Berlin

In einem Tierheim würde man keine außergewöhnliche Architektur vermuten. Doch das hier ist Berlin, Baby!

Das Tierheim in Berlin Falkenberg (Ecke Marzahn) ist mit seiner Fläche von 16 Hektar eines der größten Europas. Das futuristisch anmutende Design aus geometrischen Formen stammt vom Berliner Architekten Dietrich Bangert. Abgesehen davon, dass das Tierheim ein echter Augenschmaus ist, bietet es ein perfekt ausgerüstetes Zuhause für vorübergehend herrenlose Tiere aller Art.

Ich habe hier vor einigen Jahren ein Fotoshooting für spanische Mode begleitet. Klingt erst mal moralisch verwerflich, wenn man beim Fotografieren teurer Klamotten von hunderten von Tieren umgeben ist, die ein neues Herrchen suchen. Doch tatsächlich ist es so, dass die Motivmiete direkt den Tieren und ihrer Pflege zugute kommt. Und so würde ich dort gerne noch öfter Projekte verwirklichen, am liebsten finanzkräftige.

Berliner Börse

Berliner Börse

Immer wieder gerne nimmt man die Berliner Börse, um die Zukunft zu erzählen, besonders die große, offene Halle mit den futuristisch anmutenden Aufzügen. Architekt Nicholas Grimshaw hat mit dem sogenannten Ludwig-Erhard-Haus ein absolut außergewöhnliches Gebäude erschaffen, das sowohl von außen als auch von innen optisch zu bestechen weiß. Vorbild für den äußeren Look des Gebäudes war interessanterweise ein Gürteltier.

Ins Ludwig-Erhard-Haus kann man einfach reinlaufen, wenn man sich diesen wirklich besonderen Ort einmal anschauen möchte. Das Gebäude beheimatet auch die IHK.

Ich habe dort schon mehrere Drehs verwirklicht. Der bekannteste davon war mit Sicherheit eine Szene aus ‘Mr. Nobody’ von Jaco van Dormael, in dem die Halle ein Krankenhaus in der Zukunft spielt. Der Fairness halber muss ich jedoch erwähnen, dass ich bei diesem Film nur die sogenannte 2nd Unit (Stunts und Komparsen) betreute, der Dreh in der Börse jedoch von der 1st Unit (dem Hauptteam mit den bekannten Schauspielern wie hier Jared Leto) durchgeführt wurde. Ich selbst habe alles in allem 4 Wochen für diesen Film gearbeitet. Die Früchte dieser Zeit nehmen im Film exakt 8 Sekunden (!) in Anspruch…

Baumhaus Fischerinsel

Baumhaus Fischerinsel

Dieses Baumhaus ist nicht leicht zu finden, hat aber nichtsdestotrotz schon einige Architekturpreise abgeräumt. Ein Werk der aufstrebenden Legeer Architekten, ist es komplett aus Holz gefertigt und passt sich perfekt dem Fundament gebenden Baum an. Es befindet sich auf der Fischerinsel in Mitte und zwar auf dem Spielplatz zwischen den beiden Hochhäusern. Ist man schon mal da, sollte man sich auch gleich noch das Bootsmuseum ganz in der Nachbarschaft anschauen.

Ich habe am Baumhaus Fischerinsel bereits eine Werbung mit einigermaßen großem Aufwand gedreht, nachdem ich über Freunde von diesem Ort erfahren und ihn daraufhin dem Regisseur vorgeschlagen hatte. Leider hat es die Szene dann letztendlich jedoch nicht in den finalen Schnitt geschafft. Der Film ist trotzdem schön geworden (und in einer Szene sieht man sogar meine Hand! ;-)):

Empfehlenswerte Architekturführungen in Berlin gibt es hier*!



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Berlin Ruinen und baufällige Gebäude

Baufällige Häuser und Industrieruinen sind in den letzten zehn Jahren zwar kontinuierlich rarer geworden. Doch noch immer lässt sich in Berlin, dank seiner Teilungs-Geschichte so einiges an Ruinen entdecken:

Ehemalige Abhörstation Teufelsberg

Ehemalige Abhörstation Teufelsberg

Dieser Ort ist mittlerweile kein richtiger Geheimtipp mehr, spätestens da er in praktisch jedem Reiseführer als Geheimtipp geführt wird. Doch die ehemalige Abhörstation der Amerikaner und Briten aus dem Kalten Krieg versprüht nach wie vor eine außergewöhnliche, apokalyptische Atmosphäre! Ganz zu schweigen von der unschlagbaren Aussicht über die gesamte Stadt. Liest man dann noch davon, dass David Lynch den Ort einst kaufen wollte, um eine Art Sektenhauptquartier zu gründen, wird alles gleich noch etwas spannender!

Gerade in letzter Zeit passieren auf dem Gelände interessante Dinge. Der neue Besitzer, ein junger, sympathischer Kerl mit vielen Ideen plant, das Gelände in eine Genossenschaft umzuwandeln. So kann in Zukunft wohl jeder sein eigenes Stückchen des fantastischen Geländes besitzen!

Tut ihm (und Euch selbst) einen Gefallen, und brecht nicht in das Gelände ein. Das Reparieren des Zauns kostet ständig unnötig Geld, und auf einer der geführten Touren erfährt man sowieso viel mehr!

Viele wollten dort bereits drehen, die wenigsten haben es letztendlich getan. Ich selbst habe dort mittlerweile zwei Mal gedreht: eine Szene des vor ein paar Jahren sehr beliebten Levi’s-Werbespots:

Und eine von vielen Vignetten für eine doch recht coole Review-Werbung:

Du willst in Berlin authentisch unterkommen? Airbnb ist für mich die beste Art, sich praktisch sofort wie ein local zu fühlen.

Beelitz Heilstätten

Heilstätten Beelitz

Ein Stück weit von Berlin entfernt (etwa 1 Stunde) liegen diese fantastischen Ruinen eines alten Sanatoriums. Es schmerzt fast, dass die weitläufigen Bauten komplett dem Verfall preisgegeben sind, aber leider findet sich nach wie vor niemand, der für die Instandsetzung bezahlen möchte. Obwohl das Gelände umzäunt ist, schaffen es immer wieder ungewollte Besucher hinein. Darunter befinden sich etwa auch Satanisten, die nicht selten in einem der hunderten von Zimmer einem Huhn den Kopf abschneiden

Man kann Besichtigungen mit einem Guide buchen, dabei erfährt man auch eine ganze Menge über das Gelände (so etwa die ganzen Satanisten-Stories). Oder man kann sich auf eigene Faust reinschleichen, wozu ich jedoch nicht raten möchte, da es zum einen illegal und zum anderen recht gefährlich ist.

Ich habe hier schon mehrfach Film- und Fototeams betreut und dabei auch oft andere Crews auf dem weitläufigen Gelände getroffen. Das letzte mal beaufsichtigte ich ein dänisches Mode-Shooting und musste bei der Gelegenheit mit einem konkurrierenden Fotografen um eines der völlig zerstörten Zimmer kämpfen! Nicht selten die größte Herausforderung bei Jobs dieser Art: Die Egos der Beteiligten…

Melchiorstrasse

Melchiorstrasse

Mitten in Kreuzberg liegt diese riesige Ruine, ein toter Fleck im sonst so lebhaften Kiez. Vielleicht hat der Eine oder Andere schon mal den besetzten Rohbau gesehen, der sich in der Köpenicker Strasse direkt an das Gelände anschliesst. Der Eingang zur Ruine dieses ehemaligen Postfuhramts liegt jedoch auf der entgegengesetzten Seite.

Und hier kommt man wirklich nicht alleine rein, wenn man nicht gerade Parkour-Meister ist. Man kann sich jedoch mit dem momentanen Besitzer des Geländes in Verbindung setzen, der sich seit einiger Zeit in Verhandlungen mit der Stadt Berlin darüber befindet, was man aus diesem weitläufigen Areal alles machen könnte. Wenn man Glück hat, bekommt man von ihm den Schlüssel zum völlig verfallenen Gelände und kann sich dort umsehen. Doch ganz ehrlich, ich fürchte, ein Besuch dieser Art  bleibt uns Location Scouts vorbehalten…

S-Bahn-Rondell Pankow

S-Bahn-Rondell Pankow

Jahrelang fuhr ich immer mal wieder an diesem außergewöhnlichen Ort vorbei, einer ehemaligen S-Bahn-Werkstatt, in welche die S-Bahnen sternförmig einfuhren. Jahrelang verfiel sie immer weiter und ich fragte mich jedes Mal, wie es wohl drinnen aussieht. Letztes Jahr schaffte ich es endlich mal hinein! Auch hier sind eigentlich keine Besucher erwünscht, man kommt jedoch recht einfach in das ziemlich zerstörte Rondell hinein. Vorsicht: Man kann sich hier sehr leicht wehtun! Insgesamt ist diese ganze Ecke direkt am S-Bahnhof Pankow-Heinersdorf ziemlich schräg und man kann sich hier für eine ganze Weile verlaufen. Genau mein Ding.

Ich habe den Ort einmal für eine Mode-Werbung vorgeschlagen, dann jedoch herausfinden müssen, dass es nahezu unmöglich ist, hierfür eine Genehmigung zu bekommen. Damit werde ich ihn wohl kein weiteres Mal vorschlagen.

Kraftwerk Rummelsburg

Kraftwerk Rummelsburg

Ebenfalls einer jener Orte, der zum einen immer weniger und weniger geheim wird. Und zum anderen vermutlich in dieser Form auch nicht mehr lange fortbestehen wird. Denn das ganze Areal um Oberschöneweide ist schon vor zwei Jahren zum nächsten angesagten Kiez Berlins ausgerufen worden. Ist man dann mal selbst vor Ort, merkt man, dass es bis zum großen Ruhm des Viertels vielleicht doch noch ein paar Jahre braucht. Aber es gibt auf der gesamten Strecke von der Rummelsburger Bucht entlang des Wassers Richtung Süden eine Menge schräger Dinge zu entdecken! Meine absolute Empfehlung für eine herbstliche Fahrradtour, gerne auch entlang der ehemaligen Mauerstrecke. Hier eine Beschreibung des gesamten Mauerweges (click aufs Bild):

Berliner Mauerweg

Das Kraftwerk Rummelsburg habe ich mal für ein Event vermittelt, zum Filmen waren wir bisher nur im völlig verstaubten Keller. Doch nicht weit vom Kraftwerk Rummelsburg entfernt wollten wir 2007 mal ein paar Action-Szenen eines Hollywood Blockbusters mit John Cusack umsetzen. In der eigens angemieteten Halle werkelten jene Stunt-Leute, die auch für einige James-Bond-Filme verantwortlich zeichneten, und schnitten bereits teure Jaguar-Sportwagen in Teile! Doch dann ging das ganze Ding leider am Tag vor Drehbeginn pleite. Eine Geschichte, von der in Berlin im Grunde jeder Filmschaffende etwas zu erzählen weiß…

Klinikum Buch

Klinikum Buch

Diese ehemalige Tuberkulose-Heilstätte im an Berlin angrenzenden Dörfchen Buch wurde 1914 erbaut und war nach der Wende lange dem Verfall preisgegeben. Meine Recherche hat jedoch gerade ergeben, dass man 2009 damit begonnen hat, das Areal in einen Wohnpark mit Kindergarten umzuwandeln. Tja, den Ordner kann ich dann wohl ebenfalls aus meiner Datenbank rausnehmen…

Spreepark Plänterwald

Spreepark

Der Spreepark ist ein weiterer typischer Ort, den auch noch der letzte Tourist irgendwie auf dem Schirm hat. Immer wieder finden Leute selbst ihren Weg hinein, was ich nicht wirklich empfehlen kann, da es Wachleute und beißfreudige Hunde gibt. Doch was noch viel schwerer wiegt: Kämpft man sich alleine durch das ziemlich große Areal an der Spree, wird man vermutlich nie von der faszinierenden Geschichte des Geländes erfahren. Und so würde ich gerade hier jedem eine geführte Tour ans Herz legen!

Zahllose Filmszenen wurden auf dem faszinierenden, weil einzigartigen Gelände bereits umgesetzt, so zum Beispiel auch eine lange Sequenz des tollen Films Hanna. Ich selbst habe auf dem Gelände nur einmal ein Mode-Shooting eines englischen, S/M-beeinflussten Labels betreut, was eine Erfahrung der etwas anderen Art war. Besonders beeindruckt hat mich jedoch, dass man das gigantische Riesenrad mit eigener Körperkraft bewegen kann! Und was mir im Laufe des Tages noch klar wurde: Ich brauche so einen Tretboot-Schwan!

Wer sich für den Spreepark interessiert, kommt an diesem eindrücklichen Film nicht vorbei, der recht gut zeigt, was für ein Abenteuerspielplatz Berlin nach der Wende war:

Update Mai 2017: Es sieht tatsächlich so aus, als würde der Spreepark noch in diesem Jahr wiedereröffnen! 

Bunker in Wünsdorf

Bunker Wünsdorf

Zur Bunkeranlage nach Wünsdorf hat es mich auch erst letztes Jahr verschlagen, und zwar im Rahmen eines BBC-Drehs über den 1. Weltkrieg. Ich konnte gar nicht so ganz verstehen, wie dieser Ort zuvor unter meinem Schräge-Orte-Radar hatte fliegen können.

Das gespenstische, von Bäumen weitgehend überwucherte Gelände ist ein Zeitzeugnis verschiedener Epochen. Ich kann jedem nur eine Führung durch das Gelände sowie durch die unterirdischen Katakomben ans Herz legen!

Während der Nazi-Zeit dienten die Bunker als Nachrichtenzentrale sowie Stabsbunker des Oberkommandos, was auch immer das im Nazi-Sprech genau bedeutet haben mag. Nach 1945 übernahmen die Sowjets die Anlage und sprengten sogleich die meisten der Bunker. Das Areal wurde später zum Sitz des Oberkommandos der sowjetischen Besatzungstruppen. Heute gibt es in der ganzen Gegend viele interessante Orte und Museen zu besichtigen. Zudem ist Wünsdorf zur sogenannten Bücherstadt geworden. In drei großen Antiquariatshäusern laden 350.000 alte Bücher aller Wissens- und Sammelgebiete zum Finden und Kaufen ein.

Leider kann man die Doku nicht mehr streamen.

Heizkraftwerk Klingenberg

Heizkraftwerk Klingenberg

Das Kraftwerk Klingenberg ist ein voll funktionsfähiges Heizkraftwerk, das auch nach wie vor große Teile Berlins mit Wärme versorgt. Nichtsdestotrotz gibt es auf dem riesigen Areal viele Ecken, die nicht mehr in Betrieb sind und zum Teil bereits seit Jahrzehnten verfallen. Das – und die Offenheit der Verantwortlichen – machen das Kraftwerk zu einem beliebten Drehort.

Ich habe dort vor ein paar Jahren ein recht ungewöhnliches Werbeprojekt für eine Serie von Steven Spielberg realisiert, für das ich fast eine ganze Woche auf dem Gelände ein und ausging (selbstverständlich immer ausgerüstet mit Helm und Schutzbrille).

Der portugiesische Künstler Vihls sprengte seine Kunstwerke in verschiedene Wände, was ein echtes Spektakel war, aber natürlich auch ein logistischer Alptraum. Doch alles lief letztendlich glatt und das Ergebnis ist nach wie vor ein Filmchen, das ich sehr gerne herzeige!



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Berlin Bars und Hotels

Dom Aquaree

Dom Aquaree

An diesem sehr zentral gelegenen Hotel läuft man nur allzu oft ahnungslos vorbei. Dabei befindet sich in der Rezeptionshalle das größte freistehende Aquarium der Welt! Mitten durch das von vielen exotischen Fischen bewohnte Aquarium verläuft ein Aufzug, der ganz neue Perspektiven eröffnet.

Ich habe das Hotel schon mehrfach fotografiert. Und neulich endlich auch mal dort gedreht im Rahmen eines witzigen Werbefilms:

Bar Tausend

Bar Tausend

Ein Geheimtipp unter den Bars, nicht zuletzt, da man den Eingang nur schwer findet. Gute Drinks, gute Konzerte, ausgefallenes Publikum. So könnte man die Geschichte zusammenfassen.

Auch hier ist es so, dass ich schon mehrmals tagsüber dort war, um die Bar abzulichten, mich jedoch nicht daran erinnern kann, einem Dreh in ihr beigewohnt zu haben.

Ballhaus Berlin

Ballhaus Berlin

Für ein Projekt habe ich mal tagelang Ballhäuser gesucht. Und davon gibt es tatsächlich auch heute noch mehr, als man denken würde.

Dieses Ballhaus in der Chausseestrasse jedenfalls hat seinen ganz eigenen Charme. Schon kurz nachdem man die Türschwelle passiert hat, fühlt man sich um Dekaden zurückgeworfen! Mit das Tollste hier: Jeder Tisch verfügt über ein Telefon, von dem aus man an den anderen Tischen anrufen kann…

Da ich beim besten Willen nicht mehr erinnern kann, für was ich das Ballhaus gesucht habe, habe ich leider auch keinerlei Informationen darüber, ob man hier gedreht hat.

Rent-a-Guide hat übrigens auch sehr unterhaltsame Bar-Touren im Angebot (#lifeisadrink ;-)).

Berlin Natur

Wasserturm Prenzlauer Berg

Wasserturm Prenzlauer Berg

Der kleine Park am Wasserturm lässt sich schnell übersehen. Dabei ist er, wie ich finde, eine der idyllischsten Ecken der Stadt und wurde in den letzten 10 Jahren immer weiter verschönert.

Ich habe mal eine Zeit lang alle Drehs des englischen Comedians Dave Packer organisiert, was sehr unterhaltsam und eine tolle Art zu arbeiten war. Er ist tatsächlich der einzige, der sich jemals auf meinen Vorschlag Wasserturm eingelassen hat:

Volkspark Prenzlauer Berg

Volkspark Prenzlauer Berg

Nein, wir sprechen hier nicht vom Volkspark Friedrichshain. Und nein, eigentlich liegt dieser Park auch nicht in Prenzlauer Berg, sondern eher in Pankow.

Doch er ist für mich der schönste Park der Stadt, gerade weil ihn fast niemand kennt, und weil die Stadt ihn wuchern lässt, wie er gerade möchte. Mein Tipp: Im Juni hingehen, da kommt man sich vor wie in einem Dschungel!

Ich habe den Park schon einige Male vorgeschlagen, zuletzt für ein holländisches Musikvideo. Zu guter Letzt entschied man sich dann doch dagegen, da man weniger Natur und mehr Stadt wollte. Das Video ist trotzdem gut geworden:

Schwer kategorisierbare Orte in Berlin

Zahnarztpraxis Kudamm

Zahnarztpraxis Kudamm

Wem mal der Zahn schmerzt,  dem möchte ich diese Praxis ans Herz legen. Nicht nur, dass man sich hier fühlt wie in einem Raumschiff. Es ist vermutlich auch die luxuriöseste Zahnarztpraxis, die mir je untergekommen ist – mit Kaminfeuer, einem umfassenden Sortiment interessanter Zeitschriften sowie sehr leckeren Kaffeespezialitäten.

Tatsächlich verschlug es mich hier gleich zwei mal hin. Einmal, als die Produktionsassistentin einer Doku über Marianne Faithfull urplötzlich schreckliche Zahnschmerzen bekam. Man konnte ihr helfen.

Und einmal mit der Crew von ‘Mr. Nobody’, Trailer siehe oben. Auch da konnte man uns helfen. Wie könnte man einen Film, der in der Zukunft spielt, nicht hier verwirklichen wollen…

Kriegerdenkmal Pankow

Kriegerdenkmal Pankow

Tja, das sowjetische Kriegerdenkmal in Treptow mag man ja noch kennen. Aber dieses hier in Pankow? Ich hatte damals das Gefühl, einer der ersten Menschen zu sein, der dieses beeindruckende Denkmal betritt.

Filmen wäre hier vermutlich unmöglich. Abgesehen davon, dass das auch thematisch wohl fast nirgends reinpassen würde. Und so habe ich diesen Ort seinerzeit auch nur durch Zufall entdeckt, während einer kleinen Pause in einer fruchtlosen Suche nach Lampenläden sowie Einfahrten zu Einfamilienhäusern

Dachgarten

Dachgarten

Dachgärten – im Sommer ein Motiv, das gar nicht mal selten gesucht wird. Und es gibt immer mehr davon. Dieser hier war fantastisch – und privat. Daher kann ich auch leider nicht verraten, wo man ihn findet…

Kirche in der Wrangelstrasse

Kirche, Wrangelstrasse

Neulich bin ich auf der Suche nach Bordellen als Motiv für ein Musikvideo der Band Rammstein (kein Witz) an dieser Kirche vorbeigefahren, die ich bis dato noch nie gesehen hatte.

Ist sie nicht eine außergewöhnliche Schönheit?!

Berk Autoverwertung

Berk Autoverwertung

Tja, und tatsächlich sucht man als Location Scout sogar manchmal Orte wie Autofriedhöfe!

Dieser hier ist einer, wie ich ihn noch nie zuvor gesehen habe. Jedes der zahllosen Teile liegt am richtigen Platz. Ein Musterbeispiel perfekter Organisation!

Ich habe diesen Ort damals als Motiv für eine amerikanische Serie vorgeschlagen, die mich produktionstechnisch in den folgenden Jahren auf ganz andere Pfade geführt hat. Gedreht haben wir letztendlich auf einem kleineren Schrottplatz in Brandenburg. Doch hier waren wir einige Male, um uns Ersatzteile für die Schrottkisten zu besorgen, die in der Serie eine große Rolle spielen:

Lange habe ich die Nase gerümpft, wenn es um geführte Touren ging, aber es gibt mittlerweile wirklich sehr spannende Angebote, gerade auch um Berlin außergewöhnlich zu entdecken. Zum Beispiel kann man heute den Mythos Tempelhof* lüften, Berlin wie im Film sehen* oder Fototouren durch die Szeneviertel* der Stadt unternehmen, bei denen Du Berlin noch mal von einer ganz anderen Seite kennenlernen kannst.

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Alle Orte dieses Artikel auf einer Karte:

Berlin interessiert Dich? Dann schau doch mal in meine anderen Artikel über die Hauptstadt:

Berlins aufregendste Abenteuer

Vietnam in Berlin, ein schräger Kurzurlaub: Das Dong Xuan Center

Gut aussehen auf der Flucht: Parkour in Berlin

Nicht weit von Berlin und ein Erlebnis der anderen Art: Das polnische Festival Haltestelle Woodstock

Uneingeschränkt zu empfehlen: Mit dem Fahrrad auf dem Berliner Mauerweg!

Nicht mehr alles ist aktuell, und doch findet man in diesem Buch noch viel mehr Inspiration zu Berlin:

Und für Geschichten aus Berlin und aus der ganzen Welt, check doch mal meine Bücher aus!

Alle Bücher 2014

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Geschrieben von
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