Whitsundays – Bunte Inselwelt am Great Barrier Reef

Whitsundays: Luftaufnahme von Whitehaven Beach
Wie viel schöner kann es noch werden?!

Die Whitsundays könnte man schöner nicht malen. Die 74 Inseln vor Queensland schöpfen wirklich aus der gesamten Farbpalette und bieten dem Besucher geradezu unwirkliche Anblicke. Doch damit nicht genug: Die nordaustralischen Whitsundays liegen auch noch direkt am Great Barrier Reef, was eine Reise in die bunte Inselwelt natürlich noch reizvoller macht.

Ich hatte die Gelegenheit, die Whitsundays gemeinsam mit anderen Bloggern im Rahmen einer Pressereise zu besuchen, und habe hier für Euch mal alle Tipps und Erfahrungen gesammelt.

Farbenfrohe Vogelperspektive: Ein Rundflug über die Whitsundays

Die mit Abstand beste Art, sich einen ersten Überblick über die Whitsundays zu verschaffen, ist ein Rundflug über die Inselgruppe sowie das Great Barrier Reef. Macht man einen solchen Rundflug gleich zu Anfang der Reise, so kann man die fantastischen Strände der Whitsundays schon mal von oben bestaunen und sich in Vorfreude darauf ergehen, den feinen weißen Sand in den nächsten Tagen mit den eigenen nackten Füssen zu betreten!

Whitsundays: Steven Hille und Marco Buch vor Flugzeug
Steven von Funkloch und ich kurz vor dem Abheben

Doch was einen wirklich umhaut beim Flug mit der kleinen Propellermaschine, das sind die unglaublichen Farben des Great Barrier Reef.

Whitsundays: Luftaufnahme des Great Barrier Reef

Zwischendurch denkt man manchmal, dass man die Kamera falsch eingestellt hat, so surreal bunt ist das alles. Doch dann blickt man mit bloßem Auge raus und merkt, dass dieser außergewöhnliche Ort tatsächlich so aussieht!

Whitsundays: Flugzeug über Whitehaven Beach und Hill Inlet
Ein erster Eindruck vom Paradies, in dem wir die nächsten Tage abhängen werden!

Der Rundflug mit GSL Aviation dauert 60 Minuten und kostet knapp 140 Euro. GSL fliegt etwa 20 mal am Tag.

Airlie Beach: Das Tor zu den Whitsundays

Das kleine Airlie Beach bildet den Ausgangspunkt für Touren zu den Whitsundays sowie zum Great Barrier Reef und ist ein gemütliches Örtchen mit Surfer-Vibe. Man sollte sich jedoch nicht vom Wort Beach im Namen beeindrucken lassen, denn einen richtigen Strand gibt es hier leider nicht. Dafür aber einen kostenlosen Stadtpool mit Meerblick, eine tolle Laufstrecke auf einem Holzweg entlang der Küste sowie viele kleine Shops mit Mode und Accessoires für das Inselleben.

Fantastisch essen lässt es sich im Clippers Restaurant. Danach gibt es auf der Hauptstrasse noch verschiedene Bars zur Auswahl, in einigen gibt es allabendlich live-Musik. Wichtig: Wer in Australien abends ausgeht, muss seinen Pass dabeihaben. Selbst in Bars kommt man ohne nämlich nicht rein.

Geheimtipp: Der Shop ‚Color me crazy‘ bietet ungewöhnliche Souvenirs, aber auch interessante Klamotten und Accessoires.

Für ein außergewöhnliches Frühstück empfiehlt sich das Peppers, allein schon wegen seines sagenhaften Ausblicks auf die aufgehende Sonne:

Whitsundays: Pool vor dem Sonnenaufgang
Breakfast with a view!

Und mit diesem unglaublichen Blick auf die Bucht sowie dem konstanten Singen der exotischen Vögel lässt es sich wundervoll im Airlie Beach Hotel schlafen:

Whitsundays: Sonnenuntergang in Airlie Beach

Zelten im Paradies: Whitehaven Beach

Schon aus dem Flugzeug kann man den 7 Kilometer langen, mit feinstem weißen Sand bedeckten Strand nicht übersehen: Whitehaven Beach gilt als der schönste Strand Australiens! Der Traumstrand liegt auf Whitsunday Island und bietet so gleich noch mehr Attraktionen in unmittelbarer Nähe. Doch das Beste: Man kann hier inmitten dieser landschaftlichen Schönheit tatsächlich zelten!

Whitsundays: Luftaufnahme von Whitehaven Beach
Wie viel schöner kann es noch werden?!

Whitehaven Beach liegt auf Platz 3 der meistfotografierten Spots in Australien und das kann man wirklich sofort nachvollziehen. Es ist der Quarzgehalt von 99%, der den feinen Sand am Whitehaven Beach so strahlend weiß macht. In Kombination mit dieser endlosen Weite, dem türkisfarbenen Meer sowie den vielen Wasserflugzeugen und Katamaranen ergeben sich dadurch wundervolle Ausblicke im Minutentakt.

Whitsundays: Boot mit Gästen in klarem Wasser am Whitehaven Beach.
Schon die Ankunft am Whitehaven Beach ist filmreif.

Vom Whitehaven Beach ist es nicht weit bis zum Hill Inlet mit seinem legendären Aussichtspunkt.

Whitsundays: Strand, Pflanzen und Meer am Hill Inlet
Die Formationen im feinen Sand ändern sich durch Wind und Wellen ständig.

Das kleine Ausflugsboot von Scamper bringt die Besucher an die schönsten Spots der Whitsundays. Auch Border Island etwa ist einen Besuch wert und empfiehlt sich für einen kleinen Spaziergang den Hügel hinauf. Mit etwas Glück lassen sich hier sogar Flat Back Turtles beobachten.

Whitsundays: Unterwasseraufnahme von Stachelrochen
Im flachen Wasser bereiten sich die jungen Stachelrochen auf ihr Leben im Meer vor.

Sehr empfehlen kann ich auch den knapp einstündigen Bush Walk zur anderen Seite der Whitsunday Island, den man von Whitehaven Beach aus auf eigene Faust unternehmen kann. Dort liegt die viel weniger besuchte Chance Bay.

Whitsundays: Einsamer Strand in Chance Bay.
Das Wasser ist hier erfrischend kühl!

Die meisten Besucher des Whitehaven Beach sind Tagesgäste, die am späten Nachmittag die Heimreise antreten. Von da an wird es geradezu unwirklich schön am Whitehaven Beach, denn nun hat man ihn ganz für sich alleine! Daher kann ich nur jedem empfehlen, sich für einen Campingausflug zu entscheiden.

Whitsundays: Sonnenuntergang mit Menschen am Whitehaven Beach
Alleine am Traumstrand!

Direkt oberhalb des Strandes liegt zwischen Palmen und knorrigen Bäumen der Campingplatz im weißen Sand. Man teilt ihn sich mit wenigen anderen Campern sowie einigen großen Echsen, die jedoch harmlos sind, solange man sie nicht ärgert.

Man sollte sich morgens aus dem Schlafsack schälen, um den Sonnenaufgang am einsamen Strand zu erleben. Kaum sieht man die ersten Strahlen, hört man auch schon wieder die Kookaburras.

Kookaburra Vogel im Baum
Im Deutschen kennt man den Kookaburra unter dem Namen ‚Der lachende Hans‘!

Die sogenannte Whitsunday Island Camper Experience setzt sich aus mehreren Modulen zusammen. Der Ausflug zum Whitehaven Beach wird von Scamper durchgeführt und kostet knapp € 100/Person. Der Campingplatz hat eine Maximalkapazität von 36 Personen, man sollte daher besser eine Weile im Voraus reservieren. Zelte (etwa € 30 für die erste Nacht, € 15  für jede weitere) und anderes Equipment kann man bei Scamper direkt dazubuchen. Der Zeltplatz selbst kostet sagenhafte € 4 pro Person und Nacht. Essen und Wasser können individuell mitgebracht werden, Scamper organisiert aber auf Anfrage auch campingkompatible Speisen und Getränke.

Wichtig: So wundervoll Whitehaven Beach anmutet, er ist leider voller Sand Flies. Diese garstigen Biester sieht man so gut wie nicht, aber ihre Bisse schmerzen und jucken noch tagelang. Daher Insektenschutz nicht vergessen!

Geheimtipp: Man kann auch auf eigene Faust mit dem Kayak von Insel zu Insel fahren und auf den jeweiligen Campingplätzen unterkommen!

Dem Riff so nah: Reef Sleep am Great Barrier Reef

Von Airlie Beach gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, zum Great Barrier Reef zu gelangen, dem einzigen Lebewesen, das man sogar vom Weltraum aus sehen kann. Doch wer die Zeit und etwas Geld übrig hat, dem empfehle ich den sogenannten Reef Sleep. Hierbei verbringt man mehr als 24 Stunden auf einem großen Ponton direkt am Riff und übernachtet dort sogar, 40 Kilometer von der Küste entfernt!

Whitsundays: Ponton im tiefen Wasser vor dem Great Barrier Reef
Noch näher kann man dem Great Barrier Reef kaum kommen.

Von Airlie Beach ist man knapp zwei Stunden mit dem Boot unterwegs, bis man den unwirklich anmutenden ‚Heart Pontoon‘ am 15 Kilometer langen Hardy Reef, Teil des Great Barrier Reefs, erreicht. Einen Tagesbesuch des Pontons würde ich nicht empfehlen, da zwischen der Ankunft um 11 und der Abreise um 15 Uhr einfach zu viel los ist auf dem großen Floß. Bis zu 400 Menschen fasst der Ponton, aber selbst bei 250 geht es schon ziemlich wuselig zu.

Whitsundays: Taucher mit Fischen am Great Barrier Reef
Auf Tuchfühlung mit den Bewohnern des Meeres.
Whitsundays: Fisch am Great Barrier Reef
Schön zu sehen: Das Great Barrier Reef erholt sich langsam von der Bleiche!

Sobald die Tagesgäste jedoch abreisen, bleiben maximal 20 Menschen für den Reef Sleep an Bord, plus Crew versteht sich. Und dann wird der Aufenthalt auf dem Ponton zu einem hundertprozentig anderen Erlebnis! Nun kann man fast alleine schnorcheln gehen oder vom Deck des Pontons Wale in der Ferne beobachten.

Wichtig: Es empfiehlt sich das Tragen eines Neoprenanzuges, da es am Great Barrier Reef sogar tödliche Quallenarten gibt.

Whitsundays: Frau an der Reeling des Pontons am Great Barrier Reef
Auch der Sonnenuntergang ist ein echtes Spektakel.
Whitsundays: Zelte auf dem Oberdeck des Pontons am Great Barrier Reef
Davor kann man bereits die Zelte beziehen, die nachmittags anstelle der Sonnenliegen aufgebaut werden.

Die Crew serviert ein grandioses Abendessen, im Anschluss daran setzt man sich am besten aufs Oberdeck und bestaunt den unfassbaren Sternenhimmel. Ich war so fasziniert von der Vielzahl an Sternen sowie von der friedlichen Atmosphäre am Riff, dass ich mein Zelt die ganze Nacht über offen ließ und noch lange in den Himmel glotzte.

Whitsundays: Teller mit Meeresfrüchten
Mein Tipp zum Abendessen: Seafood Platter!
Whitsundays: Zelte auf dem Ponton im Sonnenaufgang
Unbedingt sollte man sich einen frühen Wecker stellen, denn auch der Sonnenaufgang hat es in sich!

Auch der nächste Morgen bietet noch tolle Möglichkeiten zum schnorcheln. Aber auch eine Rundfahrt im zugehörigen Glasbodenboot lohnt sich.

Whitsundays: Großer Fisch und viele kleine am Great Barrier Reef
Hier muss man tatsächlich nicht mal nass werden, um eine Menge Fische zu beobachten.

Um 11 kommen dann die nächsten Tagesgäste, mit denen gemeinsam man gegen 15 Uhr dann wieder abreist.

Der Reef Sleep mit Cruise Whitsundays dauert knapp anderhalb Tage. Abfahrt ist um 8 Uhr ab Airlie Beach, die Rückkehr erfolgt gegen 18 Uhr am folgenden Tag. Das Komplettpaket kostet knapp € 320 und umfasst die Anfahrt per Katamaran, alle Mahlzeiten, Schnorchel- und Tauchequipment, Zusatzangebote wie Touren im Glasbodenboot sowie die Übernachtung im Zelt für zwei Personen. Das mag etwas teuer klingen für eine Nacht im Zelt, aber ich persönlich werde diese Übernachtung so bald nicht wieder vergessen!

Luxuriöser Zwischenstopp: Hamilton Island

Hamilton Island ist zur Zeit die einzige bewohnte Insel der Whitsundays und, man glaubt es kaum, in Privatbesitz! Auf dem Rückweg vom Ponton im eleganten Katamaran kann man sich auch hier absetzen lassen. Das lohnt sich besonders, wenn man vom kleinen Flughafen auf der Insel weiterfliegt.

Whitsundays: Katamaran vor Hamilton Island

Die kleine Insel, auf der man nicht im Auto, sondern im Golfcart von A nach B gelanngt, versprüht karibisches Flair. Gut, ein paar der Hotels sind für meinen Geschmack etwas zu groß geraten, aber die vielen Grünflächen mit freilebenden Wallabies und tropischen Vögeln in vielen Farben sowie der astreine Strand lassen dem Besucher kaum eine andere Wahl, als Hamilton Island gut zu finden. Und sehen die vielstöckigen Hotels auch von außen etwas klobig aus, die Balkone versprechen wahnsinnige Perspektiven, Tukane inlusive!

Whitsundays: Tukan auf Veranda mit Blick auf den Sonnenaufgang
Vorsicht: Die Vögel sehen zwar gut aus, aber klauen alles, was nicht niet- und nagelfest ist!

Im Hafen liegen die teuren Yachten, aber hier gibt es auch eine Handvoll netter Restaurants, Bars und Cafés.

Für oben gezeigten Ausblick auf Sonnenauf- und -untergang sollte man in einem der oberen Stockwerke des Reef View Hotel unterkommen.

Whitsundays: Hinkommen und rumkommen

Um zu den Whitsundays zu gelangen, muss man in der Regel über Brisbane fliegen. Eine gute Verbindung nach Brisbane hat Thai Airways im Angebot. Die Fluglinie verkehrt drei Mal täglich zwischen Frankfurt, München und Bangkok, von wo aus es nonstop nach Brisbane weitergeht. Die Flugzeit beträgt knapp 23 Stunden, was für diese Entfernung doch vertretbar ist. Flüge nach Australien bekommt man ab 1000 Euro, wobei Freigepäck von 30 Kilo inbegriffen ist.

Von Brisbane aus muss man noch einen kurzen Flug nach Proserpine oder Hamilton Island nehmen, um auf die Whitsundays zu gelangen.

Whitsundays: Boote im Wasser am Whitehaven Beach
Zu schön, um ihn nicht noch mal zu zeigen: Whitehaven Beach

Whitsundays: Tipps und Tricks

  • Einreise: Zur Einreise nach Australien wird ein Visum benötigt. Das sogenannte „eVisitor“ kann ganz einfach (und kostenlos) online unter www.border.gov.au/Trav/Visa-1/651- beantragt werden.
  • Geld: Währung ist der Australische Dollar (AUD) >> 1 EUR = 1,56 AUD (Sep 2018). Kreditkarten werden fast überall akzeptiert.
  • Klima: Queensland ist von zwei Klimazonen geprägt. Auf den Whitsundays und im Norden rund um Cairns herrscht tropisches Klima (Regenzeit zwischen Januar und März), in Central Queensland und im Süden (Australia’s Nature Coast + Brisbane) subtropisches Klima. >>> Beste Reisezeit für eine Queensland-Reise: April bis November. Whale Watching Season: Juni – November. Turtle Nesting Season: November – März.
  • Strom: Für australische Steckdosen wird ein Adapter mit mind. 2 flachen Stiften benötigt. Die Spannung beträgt 240 V. In Deutschland ist die Spannung mit 230 V zwar geringer, ein Stromumspanner ist aber nicht notwendig.

  • Zeit: In Queensland herrscht Eastern Standard Time (EST): MEZ + 9 Stunden (im europäischen Sommer + 8 Stunden). In Queensland gibt es keine Sommerzeit.
  • Gut zu wissen: In dieser Ecke Australiens ist es das ganze Jahr über tropisch warm!

Und hier noch ein paar bewegte Eindrücke von den Whitsundays:

The Whitsundays: Gorgeous beaches and the Great Barrier Reef!

Du möchtest noch mehr über Australien lesen? Auch der tropische Norden von Queensland hat mir gut gefallen!

Great Barrier Reef: Tropical North Queensland

Hinweis: Ich wurde zu dieser Reise von Tourism Queensland eingeladen. Das heisst in diesem Fall, dass alle Unterkünfte und Aktivitäten sowie fast alle Mahlzeiten für mich bezahlt wurden. Trotzdem empfehle ich Euch wie immer nur Orte und Aktivitäten, die ich selbst für gut befunden habe.

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